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Waldbrände: Vier kalifornische Feuerwehrmänner tot

In Kalifornien sind vier Feuerwehrleute beim Kampf gegen einen Waldbrand ums Leben gekommen. Sie wurden von den Flammen eingeholt. Auf den Brandstifter ist ein Kopfgeld von 100.000 Dollar ausgesetzt.

Bei einem durch Brandstiftung verursachten Waldbrand in Kalifornien sind vier Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Feuerwehrchef John Hawkins sagte, bei der Brandstiftung handle es sich um Mord. Die Behörden wollen eine Belohnung von 100.000 Dollar (79.000 Euro) für Hinweise zahlen, die zur Festnahme des oder der Täter führen.

Die Feuerwehrleute waren im Einsatz, um ein Haus vor einer Feuerwand zu schützen, die sich ihnen in den Bergen nordwestlich von Palm Springs bedrohlich näherte. Dabei wurden sie von den Flammen eingeholt, die von einem heftigen Wüstenwind angefacht wurden. Das Feuer sei so schnell über sie gekommen, dass sie sich nicht mehr hätten retten können, sagte Feuerwehrsprecher Pat Boss. Ein fünfter Feuerwehrmann erlitt schwerste Verbrennungen über 95 Prozent seines Körpers und schwebte in Lebensgefahr.

Flammen angefacht von starken Böen

Angefacht von starkem Wind mit Böen von 40 Kilometern in der Stunde breiteten sich die Flammen in der Nähe von Cabazon, 140 Kilometer östlich von Los Angeles, schnell aus und zerstörten eine Fläche von mehr als 15 Quadratkilometern. Mindestens drei Häuser brannten nieder, ein Bewohner wurde verletzt. Die Siedlungen Poppet Ranch und Twin Pines wurden evakuiert.

Insgesamt seien rund 700 Menschen in Sicherheit gebracht worden, teilte der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger mit. Bedrohlich war die Lage für etwa 400 Menschen auf einem Campingplatz für Wohnwagen. Die einzige Zufahrtstraße zum Silent Valley Club war wegen der Flammen nicht mehr passierbar.

AP / AP