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World Hijab Day: Freiheit durch Kopftücher? Twitter-Aktion geht nach hinten los

Die Organisatoren des "World Hijab Day" wollen zeigen, dass die Verschleierung von muslimischen Frauen keine Form der Unterdrückung ist. Dafür starteten sie einen Aufruf auf Twitter – der ging aber nach hinten los.

Frau im Hijab am Arbeitsplatz

Für manche Frauen im Westen ist der Hijab eine eigene Entscheidung. Viele Frauen in muslimischen Ländern aber werden gezwungen, ihn zu tragen (Symbolbild)

Picture Alliance

Am 1. Februar ist "World Hijab Day". Aktivistinnen aus den USA haben den Tag ins Leben gerufen, um damit ihre Meinung über die Verschleierung von Frauen im Islam kundzutun. Für viele Menschen sei das Kopftuch ein Symbol von Unterdrückung und Trennung, dabei gebe es viele muslimische Frauen, die es aus freien Stücken tragen. Zur Vorbereitung auf den von der Nonprofit-Organisation selbst ausgerufenen Tag starteten die Organisatoren eine Aktion auf Twitter.

Sie forderten ihre Follower dazu auf, ein Selfie zu posten, auf dem sie ein Schild mit dem Hashtag #FreeInHijab in die Kamera halten – also "frei im Kopftuch". Außerdem sollte man in dem Post erklären, inwiefern das Kopftuch ein Symbol der Freiheit im persönlichen Leben sei. Einige Muslimas beteiligten sich an der Aktion – insgesamt aber ging der Aufruf nach hinten los.

World Hijab Day: Ist das Kopftuch Symbol der Freiheit oder der Unterdrückung?

Die deutliche Überzahl der Tweets zu dem Hashtag handelte von dem direkten Gegenteil: dem Kopftuch als Zeichen der Diskriminierung von Frauen im Islam. In vielen Ländern werden Frauen gezwungen, gegen ihren Willen ein Kopftuch zu tragen. So wurde der Hashtag schnell von Frauen gekapert, die in ihrem Leben das Kopftuch keineswegs als Zeichen einer eigenen Entscheidung erlebt haben.

"Wann gibt es einen 'World NoHijab Day'?", antwortete eine Frau auf den Tweet: "Der Tag, an dem alle Frauen ihr Kopftuch abnehmen, um zu zeigen, dass sie frei sind und es immer abnehmen können, wenn sie wollen?" Viele User auf Twitter berichten von ihren eigenen Erfahrungen und von dem schweren Weg, den sie bis zur Unabhängigkeit gehen mussten. "Wenn ihr unter der Scharia geboren und gezwungen worden wäret, einen Niqab zu tragen, wenn eure Menschlichkeit gestohlen worden wäre – dann würdet ihr wissen, warum ich dagegen bin", schreibt Ensaf Haidar, Freiheitsaktivistin aus Saudi-Arabien und Ehefrau des Bloggers Raif Badawi, der 2013 wegen "Beleidigung des Islam" zu zehn Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt wurde.

"Die Mehrheit der Frauen hat keine Wahl, sie wird gezwungen. Ich bin eine von ihnen", twittert eine Frau, die nach eigener Aussage ebenfalls in Saudi-Arabien lebt. Sie hat ein Foto von sich angehängt, ihr Tweet wird fast tausend Mal retweetet. 

Andere werfen den Organisatorinnen des "World Hijab Day" vor, sich ihres Privilegs nicht bewusst zu sein: Sie könnten vielleicht selbst wählen, wie sie sich anziehen und sich freiwillig für das Kopftuch entscheiden. Die "stille Mehrheit" der muslimischen Frauen aber habe diese Freiheit nicht.

 Userin "liah", laut Twitter-Biografie eine 24-jährige homosexuelle Ex-Muslima schreibt: "Meine Mutter zwang mich, ein Kopftuch zu tragen, indem sie mir mit der Hölle drohte. Mein Brude drohte, er würde mich nach Saudi-Arabien schicken, wenn ich es jemals abnehme. Jetzt bin ich endlich frei." An die Iniatorinnen der #FreeInHijab-Aktion gerichtet twitterte sie: "Wenn ihr euch dafür entscheidet, ein Kopftuch zu tragen, versteht bitte, wie privilegiert ihr seid. Der Rest von uns wurde gezwungen und geschlagen."

Quellen: Twitter, Homepage des "World Hijab Day"

Hashtag NichtOhneMeinKopftuch sorgt auf Twitter für Streit
epp
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.