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Zugunglück im Sauerland: Regionalbahn prallt mit Lastwagen zusammen

Die Zugspitze wie von einer Riesenfaust zerdrückt, der Lastwagen-Anhänger zerfetzt im Graben - bei einem Zugunfall sind ein Lastwagen- und ein Lokführer sowie rund 50 Bahnpassagiere nur knapp einer Katastrophe entkommen. 15 Verletzte mussten am Dienstagmorgen nach dem Zusammenstoß an einem Bahnübergang im sauerländischen Marsberg in Krankenhäusern ambulant behandelt werden.

Bei einem Zugunglück im Sauerland sind am Dienstagmorgen 15 Personen leicht verletzt worden. Außerdem entstand ein Sachschaden von rund 140.000 Euro. Ein mit etwa 50 Personen besetzter Regionalexpress der Deutschen Bahn rammte auf einem Bahnübergang bei Marsberg einen Lastwagenanhänger, wie die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin mitteilte. Dabei entgleiste der Triebwagen, kippte aber nicht um.

Insgesamt 14 Insassen des Regionalzuges - überwiegend Schüler - und der Lastwagen-Fahrer mussten wegen leichter Verletzungen ambulant im Marsberger Krankenhaus behandelt werden. Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte der 36-jährige Lastwagenfahrer in einer engen Kurve kurz hinter dem Bahnübergang wegen eines entgegenkommenden Lasters anhalten und dann zurücksetzen müssen, um dem entgegenkommenden Fahrer die Weiterfahrt zu ermöglichen. Dabei geriet mit dem Anhänger auf die Bahngleise. Der 36-Jährige übersah dabei laut Polizei, dass sich hinter ihm die Bahnschranken bereits wieder geschlossen hatten.

Der Regionalexpress fuhr frontal gegen den Anhänger. Der Triebwagen entgleiste, kippte aber nicht um. Die Schäden an dem völlig zerstörten Anhänger und dem Triebwagen wurden auf etwa 140.000 Euro geschätzt. Zur Unfallzeit lag Nebel mit einer Sichtweite bis zu 50 Metern über dem Unfallort. Die Bahnstrecke und die Landstraße mussten zeitweise gesperrt werden.

APN/DPA / DPA