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Zugunglück in Lothringen: Weitere Opfer entdeckt

Nach dem schweren Zugunglück in Ostfrankreich hat sich die Anzahl der Todesopfer erhöht. Zwei Züge waren frontal aufeinander geprallt, die Ursache des Unglücks konnte noch nicht geklärt werden.

Nach dem schweren Zugunglück am Mittwoch im Osten Frankreichs haben Bergungsmannschaften in der Nacht zum Freitag ein sechstes Todesopfer in den Trümmern entdeckt. Wie die Behörden mitteilten, wurde die männliche Leiche in einem völlig zerstörten Waggon im vorderen Teil des Unglückszuges gefunden. Vermutlich handele es sich um einen Mann aus Frankreich, der vermisst wurde und dessen Familie bereits befürchtet hatte, dass er sich unter den Opfern befinde. Bei dem Zugunglück waren am Mittwoch in Lothringen an einer nur eingleisig zu befahrenden Baustelle ein Regionalexpress aus Luxemburg und ein Güterzug zusammengestoßen.

Staatsanwaltschaft: "Lange und schwierige Ermittlungen"

Fünf Todesopfer waren noch am Tag des Unglücks aus den Trümmern geborgen worden, darunter die beiden Lokführer und ein Gleisarbeiter. 16 Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden, 14 von ihnen wurden bereits wieder entlassen.

Die Staatsanwaltschaft rechnet mit "langen, technischen und schwierigen Ermittlungen" zur Unglücksursache. Noch sei es nicht möglich, bei der Verantwortung und der Ursache in nur eine Richtung zu ermitteln, sagte Vize-Staatsanwältin Catherine Galen in Thionville. Sie hatte bereits am Tag des Unglücks Vorermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

DPA / DPA