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Wetter in der Silvesternacht: Kaum Schnee und Regen, aber auch keine Sterne

Fast keine Niederschläge, aber auch keinen klaren Himmel sagt der Deutsche Wetterdienst für die Silvesternacht voraus. Leichtes Tauwetter erleichtert macherorts die Situation auf den Straßen, aber im Flugverkehr bleibt es schwierig.

Die Menschen in Deutschland werden das neue Jahr bei halbwegs angenehmem Wetter begrüßen können. Draußen im Freien auf 2011 anzustoßen, wird in weiten Landesteilen nicht durch Schnee und Regen beeinträchtigt werden, wie der Deutsche Wetterdienst DWD in seiner ersten Vorhersage am Silvestertag ankündigte. Demnach "bleibt es zunächst meist trocken", versprechen die Wetterexperten.

Nach Mitternacht könne allerdings im Norden und in der Mitte Deutschlands "etwas Schnee und Regen mit Glättebildung" aufkommen. Die Temperaturen sollen deutschlandweit meist zwischen minus sechs und plus einem Grad liegen. Tagsüber wird es fast überall bewölkt sein, was sich in der Nacht auch nicht ändere. Nur der Süden und Südwesten habe geringe Chancen auf Auflockerungen. Die meisten Fans von Silvesterraketen müssen also ohne sternenklaren Himmel auskommen.

Es ist wärmer geworden

Die Nacht zum Freitag verlief mit viel gemäßigteren Temperaturen als noch einen Tag zuvor. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein herrschten leichte Plusgrade. In Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg lagen die Werte nur leicht unter Null. Ähnlich schaute es in der Mitte, im Westen und im Südwesten aus. Nur im äußersten Osten, in Görlitz und Dresden etwa, erreichte das Thermometer beinahe noch die Minus-Zehn-Grad-Marke. Das Gleiche galt für den Norden Bayerns.

In der Neujahrsnacht soll der Wind im Süden schwach, sonst mäßig aus West wehen. Für Rostock kündigt der DWD jedoch Sturmböen an.

Auf den Straßen verlief die Nacht zum Freitag noch weitgehend ruhig, wie die größten Polizeidienststellen am Morgen berichteten. Jedoch gab es vor allem im Westen und Osten mehrere Berichte von neuer Glättegefahr, die mit steigenden Temperaturen zusammenhänge.

Flugreisen bleiben schwierig

Für Flugreisende könnte es gleich zum Anfang des Jahres noch einmal dicke kommen: Der wichtigste Hersteller von Enteisungsmitteln für Flugzeuge warnte davor, er müsse seine Produktion wegen knapper Grundstoffe voraussichtlich zu Jahresbeginn unterbrechen.

Das würde, je nach Wetterlage, die Maschinen am Boden halten. Der Chef der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen ADV, Ralph Beisel, ist jedoch guter Dinge, dass Abhilfe möglich sei und sich die Airports mit dem Taumittel aushelfen. "Wir haben noch ausreichende Mengen und wenn uns die Witterung jetzt nicht zu extrem einen Streich spielen sollte, dann hoffen wir, dass wir - bis der Lieferant wieder liefern kann - den Ausgleich hinbekommen zwischen den Flughäfen", sagte der in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

san/DPA / DPA
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