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Extreme und Rekorde: So chaotisch war der Achterbahnsommer 2015

Mit dem meteorologischen Herbstbeginn am 1. September endet der Sommer. Vielen Menschen blieb die Jahreszeit mit ihrem Achterbahn-Wetter in besonderer Erinnerung. Ein Rückblick.

Mit dem meteorologischen Herbstbeginn am 1. September endet der Sommer. Vielen Menschen blieb die Jahreszeit mit ihrem Achterbahn-Wetter in besonderer Erinnerung. Ein Rückblick:

Hitze
Es gab die heißesten Tage seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor mehr als 130 Jahren. Kitzingen (Bayern) meldete am 5. Juli und erneut am 7. August mit 40,3 Grad einen neuen deutschen Rekord. Dennoch lag der meteorologische Sommer 2015 mit einer Durchschnittstemperatur von 18,5 Grad nur um 2,2 Grad über dem Durchschnitt der Referenzperiode 1961 bis 1990. Meteorologen sehen diesen Sommer "nur" als den drittwärmsten an - nach 2003 und 1994.

Trockenheit
Besonders den Landwirten machte die anhaltende Dürre zu schaffen, vor allem in der Mitte Deutschlands. Beim Getreide werden Verluste von elf Prozent erwartet. Weil das Grasland vertrocknet, sieht der Bauernverband auch die Futterversorgung für Rinder im kommenden Winter in Gefahr. Die Trockenheit ließ fast überall in Deutschland auch die Waldbrandgefahr dramatisch steigen. Besonders im Süden und Osten galt lange die höchste Gefahrenstufe.


Regen
Überschwemmte Straßen, vollgelaufene Keller, durchgeweichte Böden - während einige unter der Trockenheit litten, brachten andernorts heftige Sommergewitter mit Starkregen Überflutungen. In Demker (Sachsen-Anhalt) fielen am 4. Juli bei einem Gewitter 119,9 Liter pro Quadratmeter. Der meiste Sommerniederschlag wurde mit über 400 Litern an den Alpen gemessen. Im gesamten Sommer fielen im Mittel etwa 207 Liter pro Quadratmeter - das waren 86 Prozent des Solls.

Sturm
Von wegen laues Sommerlüftchen: Für die Jahreszeit ungewöhnlich fegte am 25. Juli Sturm "Zeljko" mit Spitzenböen von mehr als 90 Stundenkilometern über Westdeutschland hinweg. Sommerstürme kommen in dieser Heftigkeit kommen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes nur etwa alle zehn bis zwanzig Jahre vor.

cf / DPA
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