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115. Geburtstag von Amelia Earhart: Google-Doodle für eine fliegende Legende und Frauenrechtlerin

Als erster Mensch flog sie über den Pazifik: Amelia Earhart war eine Frau der Tat, eine Macherin, eine Abenteuerin, ungeduldig und unbändig. Ihr Tod gab Anlass zu wilden Spekulationen.

Von Oliver Noffke

Als Amelia Earhart 1928 als erste Frau den Atlantik in einem Flugzeug überquerte, mussten ihre deutschen Geschlechtsgenossinnen noch 30 Jahre warten, bis sie sich selbst für eine Autoführerscheinprüfung anmelden konnten - ohne dafür die Einwilligung des Vaters oder Ehegatten einholen zu müssen. Das Klischee des fahrschwachen Geschlechts war zu Earharts Zeit kein Machowitz, sondern ein Naturgesetz. Gegen den Zustand des Geschlechterverhältnisses kämpfte sie ihr ganzes Leben. Schon als Kind trieb sie die Frage um, warum ihr nicht erlaubt sein sollte, was für Männer selbstverständlich war.

Gerade deswegen muss die legendäre amerikanische Pilotin sich das Lächeln in die Kameras der aufgeregten Reporter von Wales wirklich zurechtgebissen haben. 20 Stunden und 40 Minuten dauerte der Überflug von Neufundland in der Nacht vom 17. zum 18. Juni 1928. Aber sie war lediglich als Passagier an Bord. Oder, wie sie sagte: "Als Gepäck, wie ein Sack Kartoffeln." Für die Fokker F.VII war sie schlicht und einfach nicht ausgebildet. Lediglich bei dem weitaus kürzeren Flug zum offiziellen Empfang in Southampton saß sie am Steuer des Avro Avian, eines kleineren Doppeldeckerflugzeugs.

Dass sie, die Frau, überhaupt in diesem fliegenden Monster aus krachendem Blech angefüllt mit Kerosin saß, war dennoch eine Sensation. Nach der Rückkehr in die USA - mit dem Dampfschiff - speiste sie im Weißen Haus. Seit acht Jahren durften Frauen zwischen San Francisco und New York überhaupt erst wählen. Das sich Frauen gegen Kinder und für die Karriere entscheiden können, war undenkbar. Nun gehörte eine Frau zu dem äußerst überschaubaren Club jener, die den großen Teich mit dem Flugzeug bezwungen hatten. In 28 verschiedenen Jobs soll Earhart gearbeitet haben, bis sie sich 1921 ihre erste Flugstunde leisten konnte - auch bei einer Pilotin. Die Familie hielt von den Plänen wenig und gab nichts dazu.

"Offene Ehe" zwischen den Kriegen

Pionierin war Earhart auch in Sachen moderne Ehe. Sechs Mal musste der Autor und Abenteurer George P. Putman um ihre Hand anhalten, bevor sie ja sagte. Nicht weil er geschieden war, sondern weil sie zuvor jedes Mal Bedenken hatte, ob sich Ehe und die Fliegerei vertragen würden. Am Tag der Hochzeit teilte sie Putman vor dem Jawort in einem Brief mit, wie die Ehe aussehen würde: "Ich möchte nicht, dass du dich an irgendeine mittelalterliche Etikette über Treue gebunden fühlst", schrieb Earhart an ihren Bräutigam, "ich werde mich auch nicht an dich gebunden fühlen in diesem Bereich."

Earhart flog Rennen gegen Männer und Frauen, sie flog als erster Mensch über den Pazifik nach Hawaii, sie war Mitglied der Frauenpartei und übernahm wichtige Funktionen bei den "The Ninety-Nines", der ersten Organisation für Pilotinnen. Ihre kernigen Sprüche wie "der effektivste Weg etwas zu erledigen, ist, es zu erledigen" machten sie zu einem Idol junger Amerikanerinnen. Earharts erklärtes Ziel war es, dass für beide Geschlechter die gleichen Maßstäbe gelten sollten. Kritik an Frauen verteilte sie auch - die, die es sich im Machosystem bequem machen, würden auch niemals selbstbestimmt leben.

Im Mai 1932 wagte sie sich schließlich als Pilotin über den Atlantik. In einer feuerroten Lockhead Vega 5b wollte sie von Neufundland nach Paris. Wegen schlechten Wetters kam sie nur bis Irland. Trotzdem, sie war die erste Frau, die diese Strecke zurücklegte und der erste Mensch überhaupt, der dies zweimal in einem Flugzeug tat.

Ein verstummtes Funkgerät, der Beginn eines Mythos

Während sich Amerikaner, Deutsche und Brasilianer streiten, ob nun die Gebrüder Wright, Otto Lilienthal oder doch Alberto Santos Dumont die moderne Luftfahrt begründeten, ist der Name Amelia Earhart für die Fliegerei wie auch die Emanzipation genauso herausragend wie unbekannt.

Zur Legende wurde lediglich ihr Tod: Kurz vor ihrem 40. Geburtstag wollte sie als erster Mensch die Erde umrunden, 47.000 Kilometer. Nach mehr als einem Monat unterwegs hatte sie in ihrer Lockheed Modell 10, die als Elektra bekannt wurde, drei Viertel der Strecke ostwärts um die Erde zurückgelegt. Nur der Pazifik lag noch vor ihr und ihrem Navigator. Am 2. Juli 1937 verstummte der letzte Funkspruch. Zwei Jahre später wurde sie für tot erklärt. "Mut ist der Preis, den das Leben verlangt, um einem Frieden zu geben", sagte sie einst. Es gibt Verschwörungstheorien und Mythen. Starb sie vielleicht gar nicht? Lebte sie noch jahrelang auf einer Südseeinsel? Ein Wrack wurde nie gefunden, nicht auf dem Grund des Pazifiks, nicht auf einer einsamen Insel.

Am 24. Juli 1897 wurde Amelia Earhart in einer Kleinstadt in Kansas geboren - vor 115 Jahren.

Oliver Noffke
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(