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Folie aus Milch: Nie mehr Plastikmüll: Diese Verpackung kann man mitessen

Es sieht aus wie herkömmliches Plastik, doch besitzt einen entscheidenden Unterschied: Die Folie, die US-Forscher aus Milch hergestellt haben, ist biologisch abbaubar. Löst sie das Müllproblem?

Ein Mann reißt Plastikfolie auf.

Verpackung aus Milch: Ist das die Lösung für das Plastikproblem?

Forschern der American Chemical Society (ACS) ist es gelungen, Plastikfolie aus Milch herzustellen. Dafür verwendeten sie Milchproteine, sogenannte Caseine. Caseine sind natürliche Bestandteile der Kuhmilch, die in der industriellen Verarbeitung die Grundlage für Käse bilden.

"Die Proteinfolien sind starke Sauerstoffblocker, die Lebensmittel vor dem Verderb schützen", erklärt Wissenschaftlerin Peggy Tomasula in einer Mitteilung der ACS. Damit erfüllen sie dieselbe Eigenschaft wie herkömmliches Plastik aus Erdöl. Mit einem entscheidenden Unterschied: Nach Angaben der Forscher soll die neuartige Folie Sauerstoff sogar noch zuverlässiger zurückhalten können.

Plastik aus Milch: Verpackung für Instant-Suppen?

Im Vergleich zu Plastikfolie hat das neuartige Material noch weitere positive Eigenschaften: So soll es essbar und biologisch abbaubar sein. In einem Video, das die ACS auf Youtube veröffentlicht hat, zeigen die Forscher, wie sich die Folie in warmem Wasser auflöst. Derzeit testen die Wissenschaftler verschiedene Anwendungsgebiete. Denkbar seien etwa Portionstüten für Instant-Suppen oder löslichen Kaffee. Verbraucher könnten die kleinen Beutel direkt in warmes Wasser geben, in dem sie sich auflösen. So würde kein weiterer Verpackungsmüll entstehen.

Aktuell arbeiten die Forscher daran, das Material weiter zu verbessern. Probleme bereitet etwa die aufwendige Verarbeitung des Materials, auch ist es nicht so dehnbar wie herkömmliche Plastikfolie. Mit einer Markteinführung rechnen die Wissenschaftler in den kommenden drei Jahren.

Herkömmliches Plastik und Plastikfolie zählen zu den größten Umweltproblemen der heutigen Zeit – eine Alternative wird daher dringend benötigt. Nach Angaben der Ellen-MacArthur-Stiftung gelangen jedes Jahr mindestens acht Millionen Tonnen Plastikmüll in die Weltmeere. Das entspricht einer Lkw-Ladung Plastikmüll pro Minute – die Tendenz ist steigend.

ikr
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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