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Gentechnik: Schweinefleisch mit Omega-3-Fettsäuren

Fisch-Hasser können aufatmen: Für wertvollen Omega-3-Fettsäuren kann man statt Fisch vielleicht bald schon Schweinefleisch essen. Die Sache hat aber einen Haken - ohne Gentechnik geht es nicht.

Amerikanische Forscher haben Schweine genetisch so verändert, dass deren Fleisch einen hohen Gehalt so genannter Omega-3-Fettsäuren aufweist. Diese ungesättigten Fettsäuren sind für den Menschen lebensnotwendig, kommen aber nur in einigen wenigen Pflanzenölen und in Fischen vor. Nutztiere, deren Fleisch mit Omega-3 angereichert ist, könnten zu einer weiteren Quelle für die Versorgung mit den Fettsäuren werden. Über ihre Resultate berichten Yifan Dai von der Universität in Pittsburgh und sein Team im Fachmagazin "Nature Biotechnology".

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Omega-3-Fettsäuren ständig gestiegen, da ihnen eine positive Wirkung auf einige chronische Entzündungskrankheiten wie rheumatisch Arthritis und Diabetes zugesprochen wird. Die wertvollen Fettsäuren werden vor allem aus einigen Fischarten gewonnen. Da allerdings die Fischbestände abnehmen und Fischprodukte oft mit Quecksilber oder anderen Chemikalien belastet sind, werden zunehmend andere Quellen benötigt.

Zusatzgen wandelt Omega-6 zu Omega-3

Eine Lösung für dieses Problem sollen nun die von den Forschern kreierten genetisch veränderten Ferkel sein. Um Ferkel mit den gewünschten Eigenschaften zu erhalten, entnahmen die Forscher einige Schweine-Fötalzellen, aus denen sich später das Bindegewebe bildet. In das Erbgut dieser Zellen fügten sie ein zusätzliches Gen ein, das für die Umwandlung der weniger nützlichen Omega-6-Fettsäuren in die begehrten Omega-3-Fettsäuren verantwortlich ist.

Den so veränderten Zellkern entnahmen sie und setzten ihn in eine Eizelle, deren Kern zuvor entnommen worden war. Dann trugen "Gastmütter" die genetisch veränderten Embryonen aus. Schließlich wies das Fleisch von dreien der sechs Ferkel, die von den Wissenschaftlern auf diese Weise mit dem zusätzlichen Gen ausgestattet waren, einen erhöhten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren auf.

Nutztiere mit mehr Omega-3-Fettsäuren seien eine vielversprechende Möglichkeit, die moderne Ernährung zu verbessern, erklären die Forscher. Außerdem könne an den genetisch veränderten Ferkeln beobachtet werden, wie sich ein erhöhtes Niveau dieser Fettsäuren im Körper langfristig auf die Herzgesundheit auswirkt.

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DDP / DDP
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