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Kanadische Studie: Forscher weisen mit Google Earth Überfischung nach

Satellitenbilder von Google Earth geben Wissenschaftlern immer wieder Einblick in bislang versperrte Gebiete: Mit dem Tool haben Forscher die massive Überfischung des Persischen Golfs dokumentiert.

Waffenfähiges Uran ist vermutlich nicht das einzige Geheimnis, das der Iran vor der Welt versteckt. Das Land am Persischen Golf und zahlreiche seiner Nachbarstaaten verstoßen offenbar seit Jahren drastisch gegen geltendes Fischereirecht, indem sie nur einen kleinen Bruchteil der gefangenen Fische melden. Mit einer scheinbar einfachen Methode - der Analyse von Satellitenbildern des Dienstes Google Earth - haben kanadische Wissenschaftler nun Zahlen zur Überfischung errechnet.

Auf den Bildern der Jahre 2005 bis 2010 haben die Forscher Dalal Al-Abdulrazzak und Daniel Pauly von der University of British Columbia zahlreiche nicht registrierte Fischwehre ausgemacht. Anhand deren Größe haben sie die ungefähr gefangene Menge Fisch errechnet. Für das Jahr 2005 ergab sich dabei die Zahl 31.433 Tonnen - sechs Mal so viel, wie offiziell an die Behörden gemeldet wurde. Neben dem Iran war es vor allem der Inselstaat Bahrain, der viel mehr Wehre nutzt, als offiziell angegeben. Nur im Fall von Kuwait waren die Schätzungen der Wissenschaftler ähnlich hoch wie die gemeldeten Zahlen.

"Zu geringe Zahlen beim Fischfang zu melden kann die Nahrungsmittelversorgung, die Wirtschaft und nicht zuletzt das Ökosystem der Meere gefährden", sagte Dalal Al-Abdulrazzak dem US-Magazin "The Atlantic". Gerade in jenen Ländern, die am Persischen Golf liegen, sei das bedeutsam, weil dort die Fischerei nach dem Öl die zweitwichtigste Einkommensquelle sei.

Die kanadische Studie ist nur eine von vielen wissenschaftlichen Abhandlungen, die mit den Satellitenbildern von Google Earth arbeitet. In einer anderen Studie wurde mit Hilfe der Bilder etwa die illegale Abholzung in entlegenen Gebieten untersucht.

Julia Holzapfel
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Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?