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Kölner Zuckerproduzent Dioxingrenzwert in Rüben für Tierfutter überschritten


In Rübenschnitzeln einer Kölner Firma wurde Dioxin nachgewiesen. Der erlaubte Grenzwert für Bestandteile von Tierfutter wurde knapp überschritten. Für Verbraucher bestehe jedoch keine Gefahr, da die Werte im fertigen Tierfutter vernachlässigbar gering seien.

Das hochgiftige Dioxin ist nach offiziellen Angaben in Bestandteilen von Tierfutter einer Kölner Firma nachgewiesen worden. Der Zuckerproduzent Pfeifer & Langen habe in Rübenschnitzeln eine Dioxin-Konzentrationen knapp über dem Grenzwert festgestellt, teilte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums in Düsseldorf mit. Da die Konzentration im fertigen Tierfutter aber vernachlässigbar gering sei, bestehe keine Gefahr für Verbraucher. Damit ist erstmals seit dem Dioxin-Skandal vor rund einem Jahr das Ultragift wieder in die Lebensmittelkette gelangt.

Die Dimensionen seien jedoch mit dem vergangenen Dioxin-Skandal nicht vergleichbar, da es sich um wesentlich geringere Konzentrationen und Ausmaße handele. Damals war stark verseuchtes Futterfett aus Norddeutschland in die Lebensmittelkette gelangt und konnte unter anderem in Eiern und Fleisch nachgewiesen werden.

In den Rübenabfällen seien 1,0 bis 1,6 Nanogramm des Giftes nachgewiesen worden, sagte der Ministeriumssprecher. Zulässig sei eine Dioxin-Konzentration bis 0,75 Nanogramm.

Die Rübenschnitzel machten 10 bis 15 Prozent des Mischfutters aus. Pfeifer & Langen habe die Behörden von selbst aus informiert. Die Futterbestandteile wurden an Abnehmer in Deutschland und den Niederlanden geliefert. Die Chargen wurden zurückgerufen. Von dem Unternehmen selbst war keine Stellungnahme zu erhalten.

vim/Reuters Reuters

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