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Neues NASA-Projekt Sonde "Ladee" ist zur Mond-Mission aufgebrochen


Die Atmosphäre des Mondes ist extrem dünn. Eine Sonde der NASA soll deshalb ihre Zusammensetzung untersuchen. Seit Freitagabend ist sie unterwegs Richtung Erdtrabant.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat eine unbemannte Sonde zum Mond gestartet, die den Erdtrabanten umkreisen und seine extrem dünne Atmosphäre untersuchen soll. Die Sonde "Ladee" ("Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer") hob am Freitagabend um 23.27 Uhr (Ortszeit, 05.27 Uhr MESZ) an Bord einer Minotaur-V-Rakete vom Raketenstartplatz Wallops im US-Bundesstaat Virgina ab, wie die NASA mitteilte. "Ladee" verfügt über drei Instrumente, mit denen die Sonde die Zusammensetzung der Mondatmosphäre erforschen und nach Staub oberhalb der Mondoberfläche suchen soll.

Der wissenschaftliche Teil der "Ladee"-Mission soll etwa hundert Tage dauern. In dieser Zeit soll die Sonde die Mondatmosphäre in einer Höhe zwischen 20 und 60 Kilometern über der kraterdurchfurchten Oberfläche des Erdbegleiters untersuchen. Die Atmosphäre des Mondes ist so dünn, dass die in ihr enthaltenen Moleküle nicht zusammenstoßen. Sie könnte damit vergleichbar sein mit der äußersten Schicht der Erdatmosphäre, der Exosphäre. Diese markiert den Übergang zum Weltraum.

Mit Hilfe der "Ladee"-Mission hofft die NASA auch ein Rätsel aus der Zeit der bemannten "Apollo"-Mondflüge vor mehr als 40 Jahren zu lösen. Astronauten hatten damals von der Mondoberfläche aus vor dem Sonnenaufgang ein mysteriöses Leuchten am Mondhorizont beobachtet. Als mögliche Erklärung gilt, dass die Lichterscheinung durch Staub in der Mondatmosphäre hervorgerufen wurde - von Staubteilchen, die durch ultraviolettes Sonnenlicht elektrisch aufgeladen wurden.

awö/AFP AFP

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