Pläne China plant Mondbasis


China erwägt nach einem Zeitungsbericht den Bau einer Mondstation. Zunächst sollen aber ein Satellit und ein unbemanntes Fahrzeug die Oberfläche des Erdtrabanten erforschen.

China erwägt nach einem Zeitungsbericht den Bau einer Mondstation. Zu diesem Zweck soll 2012 zunächst ein unbemanntes Fahrzeug die Oberfläche des Erdtrabanten erforschen, wie die Pekinger Jugendzeitung "Zhongguo Qingnian Bao" am Montag unter Berufung auf einen führenden Wissenschaftler des chinesischen Raumfahrtprogramms schrieb. Hauptziel sei, einen möglichen Platz für eine Mondbasis auszuloten, wurde der Wissenschaftler Ouyang Ziyuan zitiert. Die erste bemannte Mondlandung sei für 2020 geplant.

Forschungssatellit bis 2007 und unbemannte Sonde bis 2010

Das Mondfahrzeug, das mit Kameras, Teleskopen und Seismografen ausgestattet sein soll, sei Teil eines dreistufigen Programms zur Monderkundung. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua soll 2007 zunächst ein Forschungssatellit in die Umlaufbahn des Mondes gebracht werden. Weiterhin sei bis 2010 die Landung einer unbemannten Mondsonde vorgesehen sowie die Entnahme von Gesteinsproben im Jahr 2020.

Das Programm zu Monderkundung erhielt die Bezeichnung "Chang’e", nach einem chinesischen Fabelwesen, das zum Mond fliegt. Seit dem Raumflug des chinesischen Taikonauten Yang Liwei im Oktober vergangenen Jahres ist China das dritte Land, das in eigener Regie Menschen ins All befördert hat. Seither veröffentlicht die chinesische Regierung regelmäßig Einzelheiten des zuvor geheim gehaltenen Raumfahrtprogramms. Erst im Februar hatte Xinhua über Pläne berichtet, im nächsten Jahr zwei weitere Taikonauten in den Weltraum zu schicken.

AP


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