Raumfahrtpremiere China startet seine erste Mondsonde

35 Jahre nach der letzten Mondlandung amerikanischer Astronauten mit Apollo 17, nimmt jetzt auch China den Erdtrabanten ins Visier. Die Weltmacht hat erstmals eine Sonde auf den Weg zum Mond geschickt - und damit den ersten Schritt eines ehrgeizigen Planes gemacht.

China hat seine erste Sonde auf den Weg zum Mond geschossen. Eine Rakete vom Typ "Langer Marsch 3" brachte den Orbiter "Chang'e 1" vom Raumfahrtzentrum Xichang in der südwestchinesischen Provinz Sichuan ins All.

Der Erkundungsflug ist der erste Schritt eines ehrgeizigen chinesischen Mondprogramms, in dessen zweiter Phase ein Mondfahrzeug voraussichtlich 2012 auf dem Erdtrabanten landen soll. In der dritten Phase, die für 2017 avisiert wird, sollen sogar Gesteinsproben zur Erde zurückgebracht werden. Bevor es so weit ist, soll die Sonde aber zunächst die Erde umkreisen, bis sie sich auf den Weg zum Mond macht. Am 5. November dürfte sie ihn dann erreicht haben. Ein Jahr lang soll die Sonde den Mond umkreisen und Bilder von der Oberfläche machen, um wissenschaftliche Untersuchungen des Bodens zu ermöglichen. Ihr Name "Chang'e" stammt übrigens aus einer beliebten chinesischen Legende über eine Fee, die auf dem Mond wohnt.

Der Beginn der chinesischen Mondmission folgte sechs Wochen nachdem Japan als erste asiatische Nation einen Satelliten in eine Umlaufbahn um den Mond geschickt hat. 35 Jahre nach der letzten Mondlandung amerikanischer Astronauten mit Apollo 17 scheint das Interesse an dem Erdtrabanten neu geweckt zu sein. Auch Indien und die USA planen im kommenden Jahr ähnliche Flüge von Mondsonden. Und auch deutsche Forscher möchten 2012 eine Sonde zum Erdtrabenten schießen.

DPA DPA

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