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Russische "Phobos-Grunt" Raumsonde offenbar in den Pazifik gestürzt


Ende einer misslungenen Mission: Teile der defekten russischen Raumsonde "Phobos-Grunt" sind nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums am Sonntagabend offenbar in den Pazifik gestürzt.

Die Reste der Mars-Sonde "sollen gegen 18.45 Uhr in den Pazifischen Ozean gestürzt sein", sagte ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur Interfax. Raumfahrt-Experten hatten Prognosen immer wieder korrigiert und zuletzt als möglichen Absturzort den Atlantik genannt. Eine Gefahr für Menschen in bewohnten Gebieten durch nicht verglühende Teile hatte als sehr gering gegolten, war aber nicht ausgeschlossen worden.

Anfang November hatte Russland die umgerechnet 127 Millionen Euro teure Sonde mit einer Zenit-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Sie sollte auf Phobos, dem größten Marsmond, Bodenproben sammeln und diese bis 2014 zur Erde bringen.

Doch wenige Stunden nach dem Start gab es technische Probleme, so dass "Phobos-Grunt" es nicht schaffte, auf die geplante Flugbahn Richtung Mars zu kommen. Die tonnenschwere Marsmond-Sonde kreiste in immer engeren Bahnen um die Erde herum. Die Giftstoffe im Treibstoff-Tank sowie das radioaktive Kobalt an Bord sollten verbrennen oder verglühen.

Demnach wurde die rund 13,5 Tonnen schwere Raumsonde beim Eintritt in die Atmosphäre von der Hitze zerrissen. Die Sonde enthielt auch Metallteile von insgesamt zwei Tonnen.

tib/dpa/AFP

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