Hormone Auf die Länge kommt es an


Sind Zeigefinger und Ringfinger eines Mannes gleich lang, gilt dies als Indikator für einen hohen Östrogen-Spiegel. Ein britischer Psychologe schaute seinen Wissenschaftler-Kollegen daher einmal genauer auf die Finger.

Männliche Wissenschaftler haben überdurchschnittlich lange Zeigefinger. Das gilt zumindest für die Universität Bath in Großbritannien. Deren Psychologe Mark Brosnan hat die Fingerlängen von rund 100 seiner Forscherkollegen untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Zeigefinger von Männern in "harten" Disziplinen wie Mathematik oder Physik in der Regel so lang sind wie die Ringfinger. Dies deute auf einen für Männer ungewöhnlich hohen Spiegel des weiblichen Sexualhormons Östrogen hin, meint Brosnan.

Der Vergleich von Zeige- und Ringfingerlänge gilt als Indikator für das Verhältnis von Östrogen und dem männlichen Sexualhormon Testosteron. Das bereits vor der Geburt festgelegte Längenverhältnis der Finger sei an den Hormonspiegel gekoppelt und bleibt das ganze Leben gleich, berichtete die Hochschule. Die zur Veröffentlichung im "British Journal of Psychology" eingereichte Studie kommt zu dem Schluss, dass der ungewöhnliche Hormonspiegel bei den männlichen Wissenschaftlern für die stärkere Entwicklung der rechten Hirnhälfte verantwortlich ist. Möglicherweise könnte dort ein Zusammenhang zur wissenschaftlichen Befähigung bestehen.

DPA


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