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Unter Kirschbäumen Bauer entdeckt römischen Münzschatz

Schatz aus der Römerzeit: Ein Schweizer Bauer entdeckte zunächst einige wenige Münzen auf einem Maulwurfshügel - Archäologen fanden im Anschluss die übrigen Geldstücke. Noch wartet viel Arbeit auf die Wissenschaftler - erst 250 der insgesamt 4166 gefundenen Münzen sind restauriert.
Schatz aus der Römerzeit: Ein Schweizer Bauer entdeckte zunächst einige wenige Münzen auf einem Maulwurfshügel - Archäologen fanden im Anschluss die übrigen Geldstücke. Noch wartet viel Arbeit auf die Wissenschaftler - erst 250 der insgesamt 4166 gefundenen Münzen sind restauriert.
© Béla Polyvàs, Kantonsarchäologie Aargau
Ein "grünliches Schimmern" im Erdreich habe ihn aufmerksam werden lassen: Ein Schweizer Bauer hat auf seiner Plantage über 4000 römische Münzen gefunden. Der Fund begeistert Archäologen - und wirft zugleich Fragen auf.

Unter einem Maulwurfshügel auf seiner Kirschplantage hat ein Schweizer Bauer einen spektakulären Münzschatz entdeckt: 4166 Geldstücke aus der Römerzeit mit einem Gewicht von 15 Kilogramm. Es handle sich um einen der größten Münzschätze, die jemals in der Schweiz entdeckt worden seien, teilte das Amt für Archäologie des Kantons Aargau mit.

Die Münzen stammten aus der Zeit um 295 nach Christus, sagte Kantonsarchäologe Georg Matter. Es seien hochwertige Bronzemünzen mit einem vergleichsweise hohen Silbergehalt von fünf Prozent. Der Landwirt war auf seiner Plantage auf dem Chornberg in Ueken (Kanton Aargau) durch ein "grünliches Schimmern" auf den Maulwurfshügel aufmerksam geworden.

Ein Teil der Münzen scheint in Säcken aus Stoff oder Leinen vergraben worden zu sein.
Ein Teil der Münzen scheint in Säcken aus Stoff oder Leinen vergraben worden zu sein.
© Kantonsarchäologie Aargau

Fund übertrifft alle Erwartungen

Da nur wenige Monate zuvor im nahe gelegenen Frick eine römische Siedlung ausgegraben worden war, wandte sich der Finder an die Behörden. "Was wir dann in drei Tagen freilegen, dokumentieren und bergen konnten, übertrifft alle Erwartungen", sagte Matter.

Wissenschaftler restaurierten die antiken Münzen - und entdeckten dabei, wie gut sie erhalten sind.
Wissenschaftler restaurierten die antiken Münzen - und entdeckten dabei, wie gut sie erhalten sind.
© Béla Polyvàs/Kantonsarchäologie Aargau

Die Fachleute gehen davon aus, dass die Münzen kurz nach der Prägung vergraben worden waren. Über den damaligen Wert könne man nur Vermutungen anstellen. Wer die Münzen aus welchem Grund vergrub, ist ebenfalls unklar. Nach Schweizer Recht gehört der Bodenfund der Allgemeinheit. Der Münzschatz soll in einem Museum gezeigt werden.

ikr/DPA

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