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Berliner Zoo: Das Ende der "Knut"-Show

Sie kletterten aufeinander herum, schwammen gemeinsam im Wassergraben: Die Auftritte von Eisbärbaby Knut und Pfleger Thomas Dörflein zogen die Massen im Berliner Zoo an. Doch damit ist nun Schluss - aus Sicherheitsgründen.

Der Berliner Zoo hat am Sonntag seine "Knut"-Show beendet. Künftig wird der Eisbär nicht mehr zwei Mal täglich mit seinem Ziehvater Thomas Dörflein vor den Besuchern auftreten. Bären-Kurator Heiner Klös bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Berliner Kuriers". Knut werde aber weiter auf der kleinen Anlage am Bärenfelsen zu sehen sein. "Er fühlt sich pudelwohl dort", sagte Klös.

Damit beendet der Zoo kurz vor Ferienbeginn den großen Rummel um den einst kleinen Bären. Knut ist mittlerweile kein Baby mehr, sondern mit seinen knapp 50 Kilo Gewicht schon ein recht kräftiges Jungtier. Eisbären gelten als gefährliche Raubtiere.

Ziehvater will Knut nicht besuchen

Erst am Donnerstag waren zwei junge Niederländer als millionste Besucher von Knut begrüßt worden. Der jetzt sieben Monate alte Bär ist seit dem 23. März im Zoo zu sehen. Dörflein hatte das Baby, das von seiner Eisbärenmutter unmittelbar nach der Geburt am 5. Dezember vergangenen Jahres verstoßen wurde, von Hand aufgezogen. Nun müssen insbesondere die Besucherinnen auf den Anblick des "Ziehpapas" verzichten, der unzählige Briefe von weiblichen Fans bekommen hat. Am Sonntag gab es die letzte "Knut"-Show, deren Ende war schon länger absehbar war.

Dörflein hatte dazu in einem "Tagesspiegel"-Interview gesagt, hinter den Kulissen werde er noch länger bei Knut sein. Wenn Knut später einmal mit einer gleichaltrigen Bärin in einem anderen Zoo lebe, werde er ihn aber nicht besuchen. "Wenn er Witterung aufnimmt, würde er leiden. Das tue ich ihm und mir nicht an", sagte Dörflein. Bei den Auftritten tollten Pfleger und Tier zur Freude des Publikums herum und schwammen sogar gemeinsam im Wassergraben.

DPA / DPA