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Gefährdete Insekten: Elf Tipps, mit denen Sie zum Bienenretter werden

Wussten Sie schon? Auch Ameisengift kann Bienen töten. Und die Insekten fliegen längst nicht jede Blüte an. Wir verraten, wie Sie zum Bienenretter werden.

Eine Biene sitzt auf einer Blüte

Bienen lieben bestimmte Blüten - wie Lavendel

Getty Images

1. Bienenweide anlegen

Dabei regionale und mehrjährige Saatgut-Mischung wählen. Zum Beispiel "Veitshöchheimer Bienenweide".

2. Insektenhotel eröffnen

Dafür ist Platz im kleinsten Garten. Ein Maschendraht davor schützt die Bewohner vor hungrigen Vögeln.

3. Beikräuter im Garten dulden

Rasen nicht raspelkurz mähen. In ein paar Ecken die Natur wuchern lassen.

4. Lasst Küchenkräuter blühen

Im Balkonkasten oder Beet Bohnenkraut, Borretsch, Minze, Salbei, Schnittlauch, Thymian oder Zitronenmelisse nicht abschneiden.

5. "Bienen-Tankstelle" auf dem Balkon

Lavendel oder Thymian sind ideal – sie blühen lange.

6. Mut zur Wildnis!

Totholz im Garten liegen lassen. Kleine Stein-, Kies- oder Sandhaufen nicht wegräumen.

7. Sträucher pflanzen

Am besten einheimische und erst im Frühjahr zurückschneiden.

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Nektarsammler im Anflug auf die Blüten eines Mehlsalbeis: Hätten Sie gedacht, dass es sich bei diesem schwarzen Insekt um eine Biene handelt? Eine Wildbiene, um genau zu sein?


Für unser Ökosystem sind sie unverzichtbar: Wie die bekannte Honigbiene bestäuben sie die Blüten von Bäumen, Pflanzen und tragen so zu unserer Ernährung bei. Allerdings: Die wilden Verwandten der Honigbiene sind bedroht. "Bei den Wildbienen stehen in Deutschland bereits über 50 Prozent auf der Roten Liste", erklärt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. Und im Gegensatz zu der bekannten Honigbiene brauchen Wildbienen besonderen Schutz und Hilfe. Unsere Fotostrecke benennt die wichtigsten Unterschiede zwischen den Bienenarten - und wie sich die wilden Verwandten der Honigbiene am besten schützen lassen.

DPA


8. Kein Gift im Hobbygarten

Auf Insektizide und Unkrautvernichter verzichten. Lieber Brennesseljauche verwenden. Auch Ameisengift kann Bienen töten.

9. Nützlinge statt Pestizide

Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen oder Raubwanzen killen Schädlinge effektiv. Man kann sie für wenig Geld kaufen und per Post schicken lassen.

10. Falsche Blüten meiden

Manche Blumen sehen gut aus, bieten aber weder Nektar noch Pollen. Dazu gehören Geranien, Pelargonien, Fleißige Lieschen oder Forsythien.

11. Krokusse stecken

Früh im Jahr und im Herbst blüht wenig. Schwertliliengewächse sind dann ideales Bienenfutter.



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