Forschung "Viagra" für Frauen


Hoffnung für Frauen mit schwacher Libido: Forscher entwickelten eine hormonähnliche Substanz, die das sexuelle Verlangen fördert. Allerdings wurde es noch nicht an Frauen getestet.

Auf der Suche nach einem Mittel zur Steigerung der Libido bei Frauen sind Forscher einen Schritt weiter gekommen: Sie entwickelten die hormonähnliche Substanz PT-141, die jedoch im Gegensatz zu Viagra nicht auf die Genitalien wirkt, sondern auf das Gehirn.

Die Funktionsweise von Viagra ist simpel: Das Mittel weitet die Blutgefäße und erhöht damit den Blutfluss in die Genitalien. Dieses einfache Prinzip genügt bei Männern zur Erhöhung der Potenz, bei Frauen dagegen nicht. Der Unterschied zwischen Orgasmen bei Männern und Frauen liegt darin, dass das Gehirn bei Frauen eine wichtigere Rolle spielt.

Bisher nur an weiblichen Ratten getestet

Die Substanz PT-141 ähnelt einem Hormon, das im Gehirn an bestimmte Rezeptoren bindet und vermutlich dadurch das sexuelle Verlangen stimuliert. Das Präparat wirkte in Versuchen bei Männern, die auf Viagra nicht reagierten. Kanadische Forscher der Concordia Universität in Montreal verabreichten das Mittel nun in verschiedenen Dosierungen an weibliche Ratten. Je höher die verabreichte Menge, desto stärker war das von den Tieren gezeigte Sexualverhalten, wie die Experten in der Zeitschrift "Nature" berichten. Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler das Mittel nun an Frauen testen.

AP AP DPA

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