Fund Cäsar-Büste und Schmelzöfen aus der Römerzeit


Wissenschaftler haben auf der italienischen Insel Pantelleria eine fast 2000 Jahre alte Marmorbüste des römischen Feldherrn Julius Cäsar gefunden

Wissenschaftler haben auf der italienischen Insel Pantelleria eine fast 2000 Jahre alte Marmorbüste des römischen Feldherrn Julius Cäsar gefunden. Vor laufender Fernsehkamera sei der Archäologe Thomas Schäfer bei Ausgrabungsarbeiten am vergangenen Samstag auf die in fünf Metern Tiefe verborgene Büste gestoßen, teilte das ZDF am Donnerstag mit. Die Wissenschaftsjournalistin Gisela Graichen hatte den Professor der Universität Greifswald für Aufnahmen zur ZDF-Reihe "Schliemanns Erben" begleitet und den unerwarteten Fund für die Fernsehzuschauer festgehalten. "Das ist ein Glücksfall für jeden Archäologen, das hat man nur ein Mal im Leben", sagte Graichen. Porträts des römischen Staatsmannes (100 v. Chr. - 44 v. Chr.) seien äußerst rar. Die Cäsar-Büste stamme vermutlich aus der Zeit von 40 bis 50 nach Christus. Im kommenden Januar soll der Beitrag ausgestrahlt werden.

Schlacke und zwei Schmelzöfen aus römischer Zeit fanden Forscher bei Ausgrabungen auf der Trasse der künftigen Schnellbahnstrecke von Brüssel nach Köln. Gemeinsam mit ähnlichen Funden in der benachbarten Gemeinde Baelen deute dies auf eine intensive Eisenindustrie in der Region unter der Römerherrschaft hin, sagten Wissenschaftler bei einem Besuch des zuständigen Ministers der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, Hans Niessen. Die Archäologen bezeichneten die neuen Funde nahe dem ostbelgischen Dorf Walhorn als "interessant


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