GENTECHNIK US-Farmer wollen Klonfleisch und Klonmilch auf den Markt bringen


Fleisch und Milch von geklonten Kühen könnte in den USA bereits im kommenden Jahr in Supermärkten verkauft werden. Zunächst dürfte nur ein äußerst geringer Anteil auf den Markt kommen, da die Tiere einfach noch zu teuer sind.

Fleisch und Milch von geklonten Kühen könnte in den USA bereits im kommenden Jahr in Supermärkten verkauft werden. Entsprechende Bemühungen von US-Farmern hätten durch eine neue wissenschaftliche Studie Auftrieb erhalten, berichtete die »Washington Post« am Montag.

Ein Komitee der einflussreichen Wissenschaftsorganisation »National Academy of Sciences« zeigte sich demnach zwar über das Klonen von Fischen und Insekten besorgt, die in die Freiheit entkommen könnten. Das Klonen von Nutzvieh hielten die Experten dagegen für eher unbedenklich. Die Sorge über Lebensmittelsicherheit sei nach Ansicht der Wissenschaftler vollkommen übertrieben, sagte ein Mitglied der Arbeitsgruppe der Zeitung.

Nach Informationen der »Washington Post« gibt es zurzeit in den USA nur etwa hundert geklonte Tiere. In einer ersten Phase dürfte auch nur ein äußerst geringer Anteil an Fleisch oder Milch von geklonten Rindern auf den Markt kommen, da die Tiere einfach noch zu teuer seien. Aber schon jetzt gebe es einige Klonkühe, die Milch gäben. Diese sei jedoch nicht auf den Markt gelangt, da die US- Lebensmittelbehörde FDA erst im Laufe des Jahres eine Entscheidung über ihre Haltung dazu fällen wolle.

Wissenschaftler und Farmer gehen nach Informationen der Zeitung davon aus, dass sich die Lage nach einer FDA-Entscheidung bald ändern könnte. Schon im kommenden Jahr könnte dann die erste Milch von geklonten Holsteiner-Kühen und Kalbfleisch von ihren ersten Nachkommen auf den Markt gelangen.

Kritiker gestehen ein, dass Klone eine identische Kopie des Originaltiers darstellen und damit auch das Fleisch theoretisch identisch sein müsste. Doch sie wenden ein, es bestehe eine geringe Gefahr, dass durch das Klonen kleinere genetische Veränderungen entstünden, die dann auch das Fleisch oder die Milch der Tiere betreffen könnten.


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