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Geologie: Harter Schlag für die Erde

Vor 380 Millionen Jahren hat ein Meteoriten-Einschlag auf der Erde ein Massensterben unter den Lebewesen jener Zeit ausgelöst. Der neue Fund untermauert offenbar die Theorie, nach der die Evolution durch Einflüsse aus dem Weltall bestimmt wurde.

Ein Meteoriten-Einschlag hat neuen Erkenntnissen zufolge vor 380 Millionen Jahren ein Massensterben unter Fischen und den anderen Lebewesen jener Zeit ausgelöst. Geologen aus den USA und Marokko vergleichen den bisher unbekannten Meteoriten mit jenem, der mit seinem Einschlag vor 65 Millionen Jahren in Mexiko das Ende der Dinosaurier herbeiführte. Der Unterschied ist, dass vor rund 380 Millionen Jahren, in dem auch als "Zeitalter der Fische" bekannten Devon, fast alles Leben der Erde auf die Meere beschränkt war. Ihre Studie präsentieren die Forscher im Wissenschaftsjournal "Science" (Bd. 300, S. 1734) vom Freitag.

Untermauerung der populären Theorie

Der neue Fund dürfte jene immer populärer werdende Theorie untermauern, nach der die Evolution auf der Erde weitgehend durch Einflüsse aus dem Weltall bestimmt wurde, meint das Team um Brooks Ellwood von der Staatlichen Universität des US-Bundesstaates Louisiana. Die Gruppe fand Hinweise auf einen Meteoriteneinschlag in 380 Millionen Jahre altem marokkanischem Gestein. Dafür sprechen unter anderem Quarzkörner mit mikroskopischen Streifen und spezielle Kristalle, die bei einem gewaltigen Aufprall auftreten können.

Den Autoren zufolge sind bisher etwa ein halbes Dutzend Massensterben in der Geschichte der Erde bekannt, die sich mit Meteoreinschlägen in Verbindung bringen lassen. So hatte eine Untersuchung von 2001 außerirdische Gase in 250 Millionen Jahre altem Gestein gefunden. Zu jener Zeit waren etwa 90 Prozent aller Meeresarten und 70 Prozent aller Wirbeltiere auf dem Land ausgelöscht worden.

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