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Nanotechnologie: Nano-Revolution baut auf Biologie und Informationstechnik

Nano-Produkte, die aus Bauteilen von wenigen Millionstel Millimeter bestehen, werden nach Einschätzung des Vereins Deutscher Ingenieure bereits in wenigen Jahren viele Lebensbereiche durchdringen.

Nano-Produkte, die aus Bauteilen von wenigen Millionstel Millimeter bestehen, werden nach Einschätzung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) bereits in wenigen Jahren viele Lebensbereiche durchdringen. «Nano alleine wird dabei allerdings nicht der große Renner sein», sagte der Gerd Bachmann vom Düsseldorfer VDI-Technologiezentrum in einem dpa-Gespräch. «Das große Potenzial liegt in der Verbindung mit Informationstechnik und Biologie.»

Nanotechnisch hergestellte Biochips sollen beispielsweise zahlreiche medizinische Untersuchungen vereinfachen. «Denkbar ist eine Art intelligentes Badezimmer, dass etwa jedem Benutzer morgens eine detaillierte Atemluft-, Speichel- und Urinanalyse liefert», erläuterte Bachmann. Dies werde es aber frühestens nach 2010 geben.

Maßgeschneiderte Medikamenten-Kapseln auf Nano-Basis sollen von der Biologie den Andock-Mechanismus an Zellen abkupfern und so Wirkstoffe gezielt an das gewünschte Gewebe liefern. «Schätzungen zufolge werden solche Nano-Kapseln im Jahr 2010 rund die Hälfte der Pharmaproduktion beeinflussen.»

In der Elektronik erwartet der VDI im Zuge der rasanten Miniaturisierung schon von 2005 an molekularelektronische Speicherchips, an denen etwa der US-Computerkonzern Hewlett Packard arbeite. «Zwischen 2010 und 2015 soll es dann molekularelektronische Computer geben, die nicht mehr konventionell hergestellt werden, sondern aus einer Art Suppe nach dem Prinzip der Selbstorganisation wachsen.» Armbanduhr-große Systeme würden es künftig ermöglichen, das Wissen ganzer Bibliotheken umherzutragen und auch an jedem Punkt der Erde beliebige Kommunikationsverbindungen herzustellen.

Ein großes Potenzial wird Bachmann zufolge auch den so genannten Nano-Röhrchen aus Kohlenstoff zugeschrieben, die unter anderem zu neuartigen Displays, leitenden Folien sowie leichterer und gleichzeitig festerer Schutzkleidung führen soll. «Und die Nasa hat ein Modell entwickelt, nach dem die robusten und ultra-leichten Nano- Röhrchen eine Art Fahrstuhl von der Erde zu geostationären Satelliten in einer Umlaufbahn von 36 000 Kilometern Höhe ermöglichen sollen.» Nanoröhrchen seien das einzige geeignete Material für ein solch langes Kabel, weil der Stoff trotz dieser Länge nicht unter seinem eigenen Gewicht abreißen würde.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.