Riesenpandas Gene sollen Sex-Unlust erklären

Es ist eine fatale Kombination: Riesenpandas gehören zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Welt - und sie sind extreme Sex-Muffel. Wissenschaftler haben jetzt das Genom der Pandas entschlüsselt und hoffen, ihnen dadurch zu mehr Nachwuchs zu verhelfen.

Wissenschaftler aus aller Welt haben einen wichtigen Schritt bei der Erforschung von Riesenpandas gemacht: Den Experten gelang es, das Genom der vom Aussterben bedrohten Tiere zu entschlüsseln. Sie erhoffen sich nun Erkenntnisse über die legendäre Sex-Muffeligkeit der Pandas.

"Wir hoffen, dass das Genom genetische Erklärungen dafür liefern kann, warum Riesenpandas so geringe Fortpflanzungsfähigkeiten haben, so dass Wissenschaftler ihnen helfen können, mehr Nachwuchs zu zeugen", sagte der chinesische Forscher Wang Jun der Tageszeitung "China Daily" am Montag.

Der Riesenpanda gehört zu den am meisten bedrohten Tierarten der Welt. Experten zufolge gibt es in China rund 1600 Pandas in freier Wildbahn und etwa 200 in Gefangenschaft. Die Vermehrung der Tiere, etwa in Zoos, ist unter anderem wegen ihrer Paarungsunwilligkeit sehr schwierig. An der Entschlüsselung des Genoms waren Forscher aus China, Großbritannien, den USA, Dänemark und Kanada beteiligt, wie das Blatt berichtete.

MD/AFP AFP

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