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Albinismus: Skurrile Laune der Natur: Frau sichtet pinken Delfin

Sie traute ihren Augen nicht: Eine Frau filmte Delfine vor einem Schiff - als plötzlich ein pinker Delfin auftauchte. Anwohnern im US-Bundesstaat Louisiana ist das seltene Tier bereits bekannt.

Ein Schiff fährt auf dem Fluss. In der Bugwelle, die das Schiff vor sich herschiebt, springen Delfine. Eine schöne, aber alltägliche Beobachtung in vielen Teilen der Welt. Doch was Bridget Boudreaux Anfang August auf Film bannte, ist eine wahre Besonderheit: In dem kurzen Video erscheint ein pinker Delfin im Wasser, springt in die Luft und taucht wieder in die Fluten ein.

Die einzigartige Aufnahme gelang ihr auf dem Calcasieu Ship Channel im US-Bundesstaat Louisiana. Sie sei "fast aus dem Boot gefallen", erzählte Boudreaux einem örtlichen TV-Sender. "Ich dachte mir: 'Wow, das ist kein herkömmlicher Delfin, das ist ein pinker Delfin.'" Das kurze Video ist auf Twitter zu sehen.


Tatsächlich handelt es sich bei dem Tier um keinen Unbekannten. Nach Informationen der "Denver Post" soll das Tier bereits mehrfach in Gewässern in Louisiana gesichtet worden sein. Zuerst sei "Pinky" - so der Name des Delfins - 2007 gesehen worden. Mittlerweile ist das Tier eine kleine Berühmtheit und hat sogar eine eigene Facebook-Seite mit 3700 Fans.


Die Farbe des Delfins ist offenbar einer Laune der Natur zu verdanken: Pinky scheint ein Albino zu sein. Weil die Haut des Tieres über keine Pigmente verfügt, scheinen die Blut-Äderchen durch die Haut. Das lässt den Delfin pink erscheinen. Weltweit soll es Schätzungen zufolge nur etwa 14 Albino-Delfine geben.

In freier Wildbahn sind die Tiere extrem selten. Das liegt unter anderem daran, das die Tiere aufgrund ihrer Farbe eher von Raubtieren erlegt werden und daher schlechtere Überlebenschancen haben.

Vor einigen Jahren sichteten brasilianische Biologen ein Albino-Delfin-Baby an der südlichen Küste Südamerikas. Traurige Berühmtheit erlangte ein japanischer Albino-Delfin im Jahr 2014: Das Tier wurde in einer Bucht gefangen und an ein Delfinarium verkauft. Der Fall empörte Tierschützer


Albinismus entsteht, weil der Körper sogenannte Melanine nicht bilden kann. Dabei handelt es sich um Pigmente in der Haut. Die Störung wird rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass der Albinismus nicht automatisch auch an den Nachwuchs weitergegeben wird.

ikr
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