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Gesundheit Stimmt es, dass Krebspatient:innen sich körperlich nicht zu sehr schonen sollten?

Menschen beim Sport
Wie viel Sport oder Bewegung nach einer Krebserkrankung sinnvoll sind, hängt auch von er individuellen Verfassung ab (Symbolbild)
© Fabian Sommer / Picture Alliance
Lange Zeit hielten es Onkologen für sinnvoll, dass sich Krebspatient:innen Ruhe gönnen sollten, um die Strapazen der Erkrankung und ihrer Therapie besser verkraften zu können. Inzwischen ist die Medizin davon abgerückt.

Stimmt es, dass Krebspatient:innen sich körperlich nicht zu sehr schonen sollten?

Ja, das ist richtig. Führende Onkologen sind sich einig, dass bei Krebspatienten weniger die früher oftmals propagierte Ruhe angesagt ist. Die Experten empfehlen heute eine gezielte Bewegungstherapie bereits während der Krebsbehandlung sowie danach: statt (zu) viel Schonung also eine aktive Mitarbeit am Genesungsprozess. Das sei eine hochwirksame wie nebenwirkungsarme komplementäre Therapie für viele der Patient:innen. Vor allem die sehr belastende Fatigue kann so offenbar häufig gelindert werden.

So früh wie möglich nach der Diagnose sollten sich Betroffene mindestens 150 Minuten pro Woche moderat oder 75 Minuten anstrengend körperlich betätigen, ohne dabei aber über ihre Belastungsgrenzen zu gehen – die Trainingsintensität ist stets von der individuellen Verfassung abhängig.

Quellen: S3-Leitlinie Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen Patienten / Deutsche Krebsgesellschaft

Stimmt es eigentlich, dass ...

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