Südengland Neuer Fall der Maul- und Klauenseuche bestätigt


Die britische Regierung hat bestätigt, dass auf einem Bauernhof in der südenglischen Grafschaft Surrey erneut ein Fall der hoch ansteckende Maul- und Klauenseuche aufgetreten ist. Die ersten Tiere wurden vorsichtshalber bereits notgeschlachtet.

Nach mehrwöchiger Pause gibt es auf einem südenglischen Bauernhof einen neuen Fall der Maul- und Klauenseuche. Dies bestätigte das britische Landwirtschaftsministerium nach der Auswertung erster Tests.

Nach Bekanntwerden der ersten Verdachtsmomente berief Premierminister Gordon Brown nach Medienberichten ein Krisentreffen der Regierung ein. Für England sei ein Transportverbot für Rinder, Schafe und Schweine erlassen worden. Die Behörden in Schottland und Wales arbeiteten an ähnlichen Maßnahmen.

Um den betroffenen Bauernhof in Surrey sei eine Sperrzone von zehn Kilometern erreichtet worden. Tiere würden vorsichtshalber notgeschlachtet, sagte ein Regierungssprecher. Die Farm befindet sich in der Nähe der Forschungslaboratorien in Pirbright, aus denen der Erreger stammte, der vor rund sechs Wochen die Tierseuche ausgelöst hatte.

Die EU-Kommission kündigte an, vorerst doch keine britischen Exporte von Fleisch, Vieh und Milchprodukten zu erlauben. Eigentlich sollte Großbritannien die Lieferungen ab dem 8. November wieder aufnehmen dürfen.

Erst 2001 waren britische Landwirte von einem verheerenden Ausbruch der Seuche heimgesucht worden. Damals mussten sechs Millionen Tiere getötet werden. Der Landwirtschaft und dem Tourismus entstandenen Schäden von umgerechnet rund 12,3 Milliarden Euro.

Reuters/DPA/AP AP DPA Reuters

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