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Tiere: Wieso verregnete Sommer Füchsen helfen

Während die meisten Menschen über Regen im Juli klagen, bringt Füchsen das schlechte Wetter klare Vorteile: Besonders der Fuchs-Nachwuchs profitiert von verregneten Sommertagen.

Wenn junge Füchse der Obhut ihrer Eltern entwachsen sind und beginnen, sich selbst zu ernähren, fehlen ihnen für die Jagd auf größere Tiere oder Vögel noch Kraft und Geschicklichkeit. Sie sind damit auf Kleintiere wie Regenwürmer und Insekten angewiesen. Daher haben sie bei nassem Wetter bessere Ernährungsmöglichkeiten. Dieser Wachstumsvorsprung bleibt oft das ganze Leben erhalten, wie britische Wissenschaftler herausfanden. Ihre Ergebnisse stellen Carl Soulsbury von der Universität von Bristol und seine Kollegen im Fachmagazin "Proceedings B" der Royal Society in London vor.

Für ihre Studie werteten die Forscher Daten von in Bristol lebenden Füchsen aus 26 Jahren aus. Die Füchse wurden eingefangen, gewogen, ausgemessen und mit Ohrmarken versehen. Auch nahmen Wissenschaftler Proben aus dem Mageninhalt überfahrener und durch Hunde getöteter Füchse und sammelten so Informationen zur Ernährung der Tiere. Schließlich erfassten die Forscher noch die Wetterdaten aus den besonders kritischen Sommermonaten, in denen die Tiere beginnen, sich selbstständig zu ernähren.

Aus der Auswertung folgte ein deutlicher Zusammenhang zwischen Regenmenge im Juli und Körpergewicht der Tiere: Je mehr es in diesem Monat regnete, desto schwerer wurden die Tiere. Dieser Vorsprung blieb auch die folgenden Jahre noch erhalten: In feuchten Sommern aufgewachsene Tiere waren insgesamt schwerer und kräftiger, fanden die Wissenschaftler heraus. Dies traf besonders für männliche Tiere zu.

DDP / DDP
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