Waldschäden Europas grüne Lunge ächzt


Wäre Europas Wald ein Patient, müsste man ihn langsam auf die Intensivstation überweisen. Die Daten des Statistischen Bundesamtes sind inbesondere in Osteuropa erschreckend.

Europas Wälder sind krank. Die Luftverschmutzung hat inzwischen fast alle Bäume in Mitleidenschaft gezogen - auch wenn das Ausmaß ganz unterschiedlich ist. Besonders erschreckend sind die Werte in Polen: 92 Prozent der dortigen Laub- und Nadelbäume sind geschädigt. In der Slowakei und der Tschechischen Republik sieht es nicht viel besser aus: 90 Prozent bzw. 89 Prozent der dortigen Waldflächen kränkeln, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des "Tags des Waldes" am kommenden Montag in Wiesbaden mitteilte.

Besser, aber nicht gut

Bei diesen drastischen Zahlen sieht Deutschland vergleichsweise gut aus. Aber nur vergleichsweise. Denn mit 69 Prozent geschädigter Bäumfläche steht der deutsche Wald zwar besser da als der polnische. Aber auch Deutschland hat ein Waldproblem.

Durchatmen bei den Dänen

In Westeuropa wies Italien mit 80 Prozent den größten Anteil geschädigter Bäume auf. In Dänemark sind die Bäume europaweit gesehen noch am Gesundesten: 38 Prozent der Bäume zeigen Krankheitssymptome. In Österreich ist die Lage mit 39 Prozent ähnlich. Was überrascht: Auch im hohen Finnland, das stark bewaldet ist, ist fast jeder zweite Baum von den Luft- und Bodenverschmutzungen betroffen. Ähnlich ergeht es den Niederländern und Iren, wie die Statistiker unter Berufung auf Untersuchungsergebnisse der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa für das Jahr 2003 berichteten.

DPA/AP AP DPA

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