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Phänomen Ohrfistel Darum haben manche Menschen ein mysteriöses Loch am Ohr

Man muss schon genau hinschauen, aber: Manche Menschen haben über dem Ohr ein kleines Loch. Das nennt sich Ohrfistel – im Fachjargon Präaurikulärer Sinus. Interessant ist vor allem ihre Herkunft. Denn: Der Evolutionsbiologe Neil Shubin vermutet, dass das Loch tatsächlich ein Überbleibsel von Fischkiemen ist. Doch der Professor an der University of Chicago kann seine Theorie noch nicht beweisen. Bei Europäern ist die Ohrfistel ohnehin nur sehr selten: lediglich 0,1 bis 0,9 Prozent der Bevölkerung haben sie. In Afrika und Asien hingegen sollen es bis zu zehn Prozent aller Menschen sein. Frauen haben die Ohrfistel dabei häufiger als Männer – und sie sind häufiger über dem rechten Ohr zu sehen. Ob Kieme oder nicht: Das kleine Loch ist grundsätzlich nicht bedenklich. Nur wenn es sich entzündet, sollte man einen Arzt aufsuchen.
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Schon mal von diesen mysteriösen Löchern am Ohr gehört? Es sind keine Überbleibsel von Piercings. Laut Forschern könnte es sich um die evolutionären Überreste von Kiemen handeln.

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