HOME

Stiftung Warentest - Energie sparende Lampen: Wettstreit der Systeme

Erstmals liegen LED-Lampen bei einem Test ganz vorn.

Welche Lichtquellen sind die besten: Halogen-, LED- oder Energiesparlampen? Einen Vergleichstest der Stiftung Warentest konnten erstmalig LED-Lampen für sich entscheiden. Mehrere Kompaktleuchtstofflampen erzielten auch gute Noten: Sie eignen sich vor allem, um die mittlerweile verbotenen 100-Watt -Glühbirnen kostengünstig zu ersetzen.

Die Warentester haben berechnet, dass der 5000-stündige Betrieb von 100-Watt-Glühbirnen unterm Strich Stromkosten in Höhe von etwa 120 Euro verursacht. Mit guten Energie sparenden Lampen kostet die gleiche Lichtmenge hingegen oft nur 20 bis 25 Euro. Das ergibt eine Ersparnis von rund 80 Prozent.

Angesichts der viel niedrigeren Stromkosten relativieren sich die höheren Anschaffungskosten der Sparlampen. Die Berechnungen belegen, dass sich die Investition schnell bezahlt machen kann. Vor allem dort, wo die Lampen oft und lange eingeschaltet werden. Im übrigen kosten die sparsamen Modelle heutzutage oftmals viel weniger als früher. So ist eine der besten LED-Lampen für 15 Euro erhältlich. Gute Kompaktleuchtstofflampen sind sogar schon für etwa 7 Euro zu haben.

Lebensdauer bis zu sechs Jahre

Wer hochwertige Lampen kauft, kann sich oft auch an ihrer langen Haltbarkeit erfreuen. Die besten überstanden auf dem Prüfstand sowohl 90.000-maliges Ein- und Ausschalten als auch 6000 Brennstunden im Dauertest. Umgerechnet auf eine realistische Nutzung von drei Stunden pro Tag kann das einer Lebensdauer von annähernd sechs Jahren entsprechen. Dabei kontrollierten die Tester auch, ob die abgestrahlte Helligkeit im Laufe der Zeit nicht zu sehr abnahm.

Klare Testsieger sind die LED-Lampen Philips Econic mit 7 Watt und Toshiba E-core mit 5,5 Watt. Unterm Strich haben beide in allen technischen Eigenschaften gut oder sehr gut abgeschnitten. Obendrein konnten sie im Test mit bester Haltbarkeit und hervorragenden Umwelteigenschaften überzeugen. Beste Kompaktleuchtstofflampe im Test ist die Osram Dulux Superstar Mini Ball mit 20 Watt.

Vorsicht bei flüssigem Quecksilber

Bei der Prüfung der Umwelt- und Gesundheitseigenschaften berücksichtigten die Warentester auch das in Kompaktleuchtstofflampen enthaltene Quecksilber. Dabei handelt es sich zwar nur jeweils um etwa 2 Tausendstel Gramm. Dennoch sollten Verbraucher vorsichtig sein. Die Stiftung Warentest rät zu Energiesparlampen, die statt flüssigem Quecksilber festes Amalgam enthalten. Bei einem Bruch ist die Belastung mit Quecksilberdampf dann geringer. Positiv bewerteten die Tester Lampen mit einem zusätzlichen Hüllkolben mit Splitterschutz, die sich auch bedenkenlos im Kinderzimmer einsetzen lassen. Und LED-Lampen enthalten sogar überhaupt kein Quecksilber.

Alle Informationen über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 03/2011 der Zeitschrift "test".

Stiftung Warentest