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Stiftung Warentest - Nähmaschinen (Freiarm): Stichproben

Auch einfache Nähmaschinen nähen gut. Ein Billigmodell fiel durch.

Früher war der Kauf einer Nähmaschine eine Anschaffung fürs Leben, häufig in Monatsraten abgestottert. Heute muss sich dafür niemand verschulden. Bereits für um die 100 Euro sind einfache gute Nähmaschinen zu haben. Das zeigt der Test von 12 Freiarmmodellen der Stiftung Warentest. Abstriche in der Bedienung müssen bei den billigen Guten allerdings in Kauf genommen werden.

Billigangebote aus dem Internet oder aus Filialen von Kaufland (Naumann), Rossmann und Norma (Singer 8280) oder Lidl (Silvercrest) können eine Alternative zu teuren Modellen sein, wenn der Kunde auf fachmännische Beratung verzichten kann. Naumann 83AO und Singer 8280 für 80 und 125 Euro überzeugten die Tester mit guter Qualität. Sie sind sogar dem besten mechanischen Modell, der 330 Euro teuren Bernina bernette, nahezu ebenbürtig - qualitativ und in der Stichvielfalt. Auch die Silvercrest 33A1 von Lidl für 60 Euro bewährte sich im Schnelltest.

Keine gravierenden Unterschiede

Versierte Hobbyschneiderinnen stichelten im Auftrag der Warentester. Sie nähten an neun mechanischen Modellen (80 bis 460 Euro) und drei elektronischen mit Display (zirka 300 bis knapp 500 Euro). Beim Nähen und in der Handhabung sahen sie keine gravierenden Unterschiede. Auch variable Stiche und Nähhilfen wie Einfädler, sichtbare Unterfadenspule oder einstufige Knopflochautomatik finden sich hier wie dort.

Eine Nähmaschine schlossen die Näherinnen besonders ins Herz: die gute elektronische Brother Innov-is 10 Anniversary für 325 Euro. "Die ist einfach, gleichzeitig faszinierend und hat alles, was man braucht", hieß es. Begeistert waren sie besonders von der Möglichkeit, das Gerät per Handschalter statt mit dem Fußpedal zu steuern, was auch bei der befriedigenden AEG Premium Line 11680 funktioniert. Mit nur 70 Stichen pro Minute kann die Brother außerdem sehr langsam nähen. Beides kommt besonders Anfängern und Menschen mit Handicaps zugute.

Zuverlässigkeit nicht zwangsläufig vom Preis abhängig

Hingegen verärgerte die 88 Euro billige Medion MD 11836, und das nicht nur beim Nähen. Alle drei getesteten Maschinen dieses Modells fielen im Dauerlauf aus: mangelhaft. Die anderen Kandidaten absolvierten den Härtetest schadlos. Vom Preis ist die Zuverlässigkeit demnach nicht zwangsläufig abhängig. Auch nicht die Qualität der Verarbeitung. Passungenauigkeiten gibt es in allen Preislagen, zum Beispiel bei der elektronischen Singer Curvy für knapp 500 Euro, die nur mittelmäßig abschnitt. "Für Anspruchsvolle mit Tücken" bilanzierten die Tester.

Wichtig beim Nähen ist eine gute Anleitung, vor allem für Anfänger. Lieblos und mit Abstand am schlechtesten ist sie bei der Toyota Jeans JSBA21, am besten bei AEG NM 1714, Bernina, Brother und Pfaff. Bei der Pfaff hobby für 460 Euro gefielen besonders die aussagekräftigen bunten Fotos. Trotzdem ist sie für Nähanfänger kaum geeignet. Die Maschine kann schlecht langsam nähen. Und außerdem werden die Knopflöcher ungleichmäßig.

Alle Informationen über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 02/2011 der Zeitschrift "test".

Stiftung Warentest
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.