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Neue Studie Gemächlicher Riese: Tyrannosaurus Rex lief langsamer als ein Mensch

Das Bild zeigt eine Rekonstruktion des Tyrannosaurus rex
Das Bild zeigt eine Rekonstruktion des Tyrannosaurus rex. Der Tyrannosaurus rex war ein furchterregender Jäger, aber beim Gehen war der Dinosaurier wohl eher gemächlich unterwegs. 
© Rick Stikkelorum, Arthur Ulmann, Pasha van Bijlert / DPA
Könnte ein Mensch einem Tyrannosaurus Rex zu Fuß entkommen? Möglich wäre es – theoretisch. Eine neue Studie fand heraus, dass der Raubsaurier im Durchschnitt langsamer ging als ein Mensch.

Der Tyrannosaurus Rex war ein furchterregender Jäger, aber beim Gehen war der Dinosaurier wohl eher gemächlich unterwegs. Nach anatomischen Analysen kalkulieren niederländische Forscher das normale Gehtempo der Giganten auf etwa 1,28 Meter pro Sekunde – umgerechnet 4,6 Kilometer pro Stunde. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Gehgeschwindigkeit von Menschen beträgt demnach etwa 1,34 bis 1,42 Meter pro Sekunde – also 4,8 bis 5,1 Stundenkilometer.

Die normale Gehgeschwindigkeit lasse sich generell bei Tieren anhand der natürlichen Frequenz der beteiligten Körperteile ermitteln, schreibt das Team um Pasha van Bijlert von der Universität Amsterdam im Fachblatt "Royal Society Open Science". Beim bis zu 13 Meter langen und neun Tonnen schweren T. rex, der auf zwei Beinen lief, sei dies neben den Beinen vor allem der Schwanz gewesen. Der hob und senkte sich bei jedem Schritt einmal und unterstützte so die Fortbewegung. 

Untersuchung des T. Rex-Schwanzes

Mit Hilfe einer 3D-Rekonstruktion und eines biomechanischen Modells von Wirbeln und Gelenken schätzten die niederländischen Forscher die natürliche Schwingfrequenz des Schwanzes. Dabei gingen sie von einer Hüfthöhe von 3,1 Metern und einer Schrittlänge von 1,94 Metern aus.

"Tiere bevorzugen in der Regel Gehgeschwindigkeiten, bei denen die Energiekosten für eine bestimmte Entfernung minimal sind. Sie wählen dabei bestimmte Schrittrhythmen aus, bei denen ihre Körperteile mitschwingen", sagte van Bijlert dem US-Sender CNN. "Da der gesamte Schwanz von T. Rex an Bändern aufgehängt ist, die sich wie Gummibänder verhalten, haben wir diesen Schwanz rekonstruiert, um zu untersuchen, in welchem Schrittrhythmus der Schwanz von T. rex mitschwingen würde" 

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"Der gesamte Schwanz, bei unserer Rekonstruktion fast 1.000 Kilo schwer, war wirklich nur eine Masse, die von einem 'Gummiband' getragen wurde, und bei jedem Schritt schwang er leicht auf und ab. Mit dem richtigen Rhythmus bekommt man viel Bewegung für sehr wenig Aufwand."

Die ermittelte Gehgeschwindigkeit von 1,28 Metern pro Sekunde sei zwar niedriger als frühere Schätzungen, schreiben die Autoren. Allerdings handele es sich hier nicht um die schnellste, sondern um die bevorzugte Gehweise des T. Rex. Frühere Studien hatten ergeben, dass der Raubsaurier beim Rennen nicht einmal 30 Kilometer pro Stunde erreichte. Zum Vergleich: Der ehemalige Top-Sprinter Usain Bolt lief über 100 Meter ein Durchschnittstempo von knapp 38 Kilometern pro Stunde.

rw mit DPA

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