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"Launch America": Tropensturm verhindert historischen Start: SpaceX "Crew Dragon" soll nun Samstag abheben

Ende einer Schmach: Nach neun Jahren sollte endlich wieder ein Raumschiff von Cape Canaveral aus starten. Doch dann kam ein Tropensturm. Nun wird SpaceX "Crew Dragon" am Samstag einen neuen Versuch wagen.

Astronauten in Raumschiff

Vergeblich eingecheckt: Die Astronauten Bob Behnken (r.) und Doug Hurley sind fertig zum Abheben - doch der Start wurde verschoben

AFP

Der erste bemannte Flug einer Rakete des Privatunternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS ist wegen schlechten Wetters verschoben worden. Der Start sei nun für Samstag vorgesehen, erklärte SpaceX. Über dem Kennedy Space Center in Cape Canaveral tobte ein Gewitter und das US-Hurrikanzentrum warnte vor einem Tropensturm.

Die Absage erfolgte nur 20 Minuten vor dem geplanten Start um 22.33 Uhr deutscher Zeit. Die Luke hatte sich bereits hinter den beiden US-Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken geschlossen.

Auf "Crew Dragon" von SpaceX ruhen die Hoffnungen

+++ Bei der Nasa können Sie am Samstag den Start live verfolgen +++

Ein Erfolg der ersten bemannten Mission des kommerziellen Raumfahrtunternehmens von Firmengründer Elon Musk ist für die US-Raumfahrtbehörde Nasa von großer Bedeutung. Die US-Raumfahrtbehörde hatte ihr Shuttle-Programm 2011 wegen hoher Kosten und nach zwei Unglücken eingestellt. Seitdem fliegen die US-Astronauten mit russischen Raketen zur ISS.

Neben SpaceX, dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, war auch Boeing damit beauftragt worden, Transporter für Astronauten zu entwickeln. Der von Boeing entwickelte "Starliner" schaffte es allerdings bei einem ersten Versuch im Dezember nicht zur Raumstation. Der unbemannte Test soll nun wiederholt werden. Bis dahin ruhen alle Hoffnungen auf dem Raumschiff "Crew Dragon" der privaten Raumfahrt-Firma SpaceX, wie Nasa-Chef Bridenstine deutlich macht. "Diese Mission hat für die Vereinigten Staaten eine hohe Priorität." Das zeigt auch das Motto, unter dem das Event läuft: "Launch America".

nik / AFP