HOME

Waffenforschung: US-Militär will Flug von Gewehrkugeln steuern

Geht es nach dem US-Militär, dann müssen Ziele schneller und mit höherer Präzision bekämpft werden. Daher entwickelt eine dem Pentagon unterstellte Forschungsbehörde im Flug steuerbare Gewehrkugeln.

Das US-Militär arbeitet nach eigenen Angaben an Gewehrkugeln, deren Flugbahn sich nach dem Schuss verändern lässt. Die dem Pentagon zugeordnete Forschungsbehörde Darpa veröffentlichte auf ihrer Website ein Video, das ein im Flug gesteuertes Projektil vom Kaliber 50 zeigt. Ein nicht näher erklärtes Leitsystem könne die spezielle Munition nachträglich auch an ein vom Schützen ursprünglich nicht anvisiertes Ziel bringen, heißt es in einer Mitteilung zu dem Programm namens Exacto. Kaliber 50 ist nach einem Bericht der "Washington Post" die von US-Scharfschützen am häufigsten verwendete Munition größeren Kalibers.

"Für Scharfschützen des Militärs ist es beim derzeitigen Stand der Technik extrem herausfordernd, bewegliche Ziele in ungünstigen Bedingungen zu treffen, etwa beim in Afghanistan häufig auftretendem starken Wind und staubigem Gelände", heißt es auf der Website des Programms. Ziele müssten schneller und mit höherer Präzision bekämpft werden, denn bei einem verfehlten Schuss könne die Gegenwart und Position des Schützen verraten werden.

Im laufenden Haushaltsjahr beträgt das Budget der Behörde rund 2,8 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro). In einem weiteren Programm arbeitet Darpa gemeinsam mit zwei Universitäten in den Bundesstaaten Kalifornien und Pennsylvania an programmierbaren Geräten, die sich ins menschliche Gehirn implantieren lassen, um Gedächtnisverluste nach einem Schädel-Hirn-Trauma zu überwinden.

and/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel