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Afghanistan: Tote bei Schießerei in CIA-Zentrale

Bei einer Schießerei in der CIA-Zetrale in Kabul hat ein Afghane einen Amerikaner getötet. Ein weiterer US-Bürger wurde verletzt. Das Motiv für den Angriff ist noch unklar. Hinweise zu den Taliban gibt es laut US-Behörden nicht.

Ein Afghane hat in der Zentrale des US-Geheimdienstes CIA in Kabul einen Amerikaner getötet und einen weiteren verwundet. US-Botschaftssprecher Gavin Sundwall sagte am Montag: "Vergangene Nacht gab es eine Schießerei in einem Nebengebäude der US-Botschaft." Ein afghanischer Angestellter habe das Feuer eröffnet und sei bei dem anschließenden Schusswechsel ebenfalls getötet worden. Der verletzte US-Bürger sei in ein Militärkrankenhaus gebracht worden und nicht in Lebensgefahr.

Sundwall sagte, der Grund für den Angriff werde untersucht. Es gebe aber keine Hinweise, dass es eine Verbindung zu den Taliban gebe. Der Sprecher lehnte es ab, sich dazu zu äußern, ob es sich bei dem "Nebengebäude" um die örtliche CIA-Zentrale handele. Kabuls Polizeichef Mohammad Ayoub Salangi bestätigte aber, dass der Angriff in dem Büro des Geheimdienstes stattfand. Salangi sagte, es habe sich nicht um einen Terrorangriff gehandelt. "Es war nur ein Zusammenstoß zwischen Menschen in dem Gebäude untereinander."

Das Feuergefecht ereignete sich zwei Wochen nachdem Angriff von militanten Islamisten auf die US-Botschaft und das Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe Isaf in Kabul. Bei mehr als 20-stündigen Gefechten wurden zahlreiche Menschen getötet. In der vergangenen Woche war der Vorsitzende des Hohen Friedensrates, Burhanuddin Rabbani, bei einem Selbstmordanschlag getötet worden.

whm/DPA / DPA
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