Anschläge in Neu Delhi Indien beschuldigt indirekt Pakistan


Wegen der Bombenanschläge in Neu Delhi hat der indische Premierminister Manmohan Singh Kontakt mit dem pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf aufgenommen. Singhs Vermutung: die Terroristen agierten von Pakistan aus.

Nach der Anschlagserie in Neu Delhi übt der indische Premierminister Manmohan Singh den Druck auf Pakistan aus. In einem Telefonat mit dem pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf sagte Singh nach Angaben des Außenministeriums in Neu Delhi, es gebe Hinweise auf "ausländische Verbindungen" zu den Anschlägen. Die angeblich aus Pakistan operierende Terrorgruppe Lashkar e Toiba wird verdächtigt, hinter den Anschlägen vom Samstag zu stecken.

Musharraf hatte Indien am Montag in einem ungewöhnlichen Schritt Unterstützung bei der Aufklärung der Anschlagserie angeboten, bei denen kurz vor einem wichtigen Hindu-Fest 59 Menschen getötet und 210 verletzt wurden. Die muslimische Gruppe "Islamische Revolutionsfront" hat sich zu der Tat bekannt. Die Organisation hat laut Polizei Verbindungen zu Lashkar e Toiba. Am Montag verurteilte der Weltsicherheitsrat die Bombenanschläge in Neu Delhi.

Lashkar e Toiba wird von Indien unter anderem für den Anschlag auf das Parlament in Neu Delhi Ende 2001 verantwortlich gemacht, der damals fast zum Krieg zwischen den Atommächten Indien und Pakistan geführt hätte. Anfang vergangenen Jahres nahmen Indien und Pakistan Friedensgespräche auf.

DPA DPA

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