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Geheime Memos: Trump ist "unsicher", seine Regierung "unfähig": Britischer Botschafter ledert über US-Präsidenten ab

Eine Zeitung veröffentlicht Details aus geheimen Memos des britischen Botschafters in Washington, die es in sich haben. Donald Trump kommt darin nicht gut weg - aber der Diplomat hat auch gleich ein paar Tipps zur Hand.

Gute Nachrichten für Donald Trump und Mike Pence - sie können mit ein paar Millionen für den Wahlkampf rechnen

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AFP

Der britische Botschafter in den USA, Kim Darroch, hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump einem Zeitungsbericht zufolge in vertraulichen Berichten als "unfähig" bezeichnet. Der US-Präsident strahle Unsicherheit aus und agiere ungeschickt, heißt es in Memos des Botschafters, die der britischen Zeitung "Mail on Sunday" zugespielt wurden. Die Einschätzungen stammen demnach aus dem Zeitraum von 2017 bis in die Gegenwart. Das Außenministerium bestritt die Authentizität nicht und erklärte, die britische Öffentlichkeit erwarte, dass Botschafter Ministern eine ehrliche und ungeschminkte Bewertung der Lage in ihren Ländern geben. 

In einer Einschätzung von 2017 schreibt Darroch dem Bericht zufolge: "Vom jetzigen Standpunkt aus gesehen glauben wir wirklich nicht, dass diese Regierung wesentlich normaler, weniger dysfunktional, weniger unvorhersehbar, weniger fraktionsgetrieben, weniger diplomatisch ungeschickt und unfähig werden wird." Darroch betont ferner mit Blick auf Trump: "Für einen Mann, der in das höchste Amt des Planeten aufgestiegen ist, strahlt Präsident Trump Unsicherheit aus."

Donald Trump strahlt Unsicherheit aus

Der Diplomat zähle in dem Schreiben eine Reihe von Empfehlungen auf, wie die britische Regierung mit ihren amerikanischen Kollegen umgehen solle, heißt es in dem Bericht weiter. So habe er etwa dazu geraten, Schmeicheleien zu benutzen und Trumps Ego zu umgarnen. 

Donald und Melania Trump

Das Außenminister erklärte, die Ansichten von Botschaftern stimmten nicht unbedingt mit denen von Ministern oder der Regierung überein. "Aber wir bezahlen sie dafür, dass sie ehrlich sind, genau wie der US-Botschafter hier seine Lesart der Politik und Persönlichkeiten von Westminster nach Hause schicken wird", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. 

Nigel Farage fordert Rücktritt des Botschafters

Der umstrittene Brexit-Party-Politiker und Trump-Vertraute Nigel Farage forderte den Rücktritt des Botschafters. "Kim Darroch ist für den Job völlig ungeeignet und je früher er weg ist, desto besser", schrieb er auf Twitter.

tis / DPA