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Leibarzt Harold Bornstein Wenn Donald Trump stirbt, dann stirbt er halt

Donald Trump
Donald Trump, mit 70, der älteste, erstmals ins Weiße Haus gewählte US-Präsident
© Jim Watson/AFP
Der Leibarzt von Donald Trump hat sich mit einer äußerst bizarren Äußerung zu Wort gemeldet: "Wenn ihm etwas passiert, dann passiert ihm eben etwas", sagte Harold Bornstein, "deswegen haben wir ja den Vizepräsidenten".

Donald Trump ist der älteste US-Präsident, der je ins Weiße Haus gewählt wurde. Mitten im Wahlkampf, im Juni 2016, wurde er 70 Jahre alt. Seine Gesundheit aber war immer nur am Rande ein Thema und dann auch nur kurz. Jetzt, einen Monat vor seiner Vereidigung, hat das US-Gesundheitsportal "Stat" ein Interview mit Trumps langjährigem Leibarzt Harold Bornstein geführt. Und was der Mediziner über den nächsten US-Präsidenten zu sagen hatte, klang so pragmatisch wie bedeutungsschwanger: "Wenn ihm etwas passiert, dann passiert ihm eben etwas", so der Arzt. "Da geht es ihm wie uns allen. Deswegen haben wir ja auch einen Vizepräsidenten und noch eine ganze Reihe weiterer Leute. Da kann man schon mal sterben." 

Donald Trump - gesünder als alle anderen

Bornsteins Äußerungen sind an sich schon skurril, vor allem aber hatte Donald Trump im Wahlkampf immer wieder die Fitness von seiner Kontrahentin Hillary Clinton angezweifelt. Zwischenzeitlich fiel die Demokratin mit einer Lungenentzündung aus. Ernsthafte Bedenken was seinen Schützling Trump betrifft, hat der Mediziner aber nicht: "Da gibt es nichts zu sagen", Bornstein. "Ronald Reagan litt an einer Form der Altersdemenz, wurde das bekanntgegeben? Hat es Nancy (Reagans Ehefrau, d.Red.) erzählt?" Trumps Arzt hatte dem Präsidentschaftsbewerber vor einigen Monaten eine robuste Gesundheit attestiert und sogar vom "gesündesten Menschen, der je zur Wahl stand", gesprochen. Später räumte Bornstein ein, dass er seine Beurteilung in fünf Minuten verfasst hatte.

Seine nonchalanten Bemerkungen aber scheinen dem Mediziner selbst schnell unheimlich geworden zu sein. Noch vor der Veröffentlichung des Interviews versuchte er bei der Zeitung zu intervenieren und drohte dem Reporter sogar damit, dass er dafür sorgen werde, dass der die nächsten 50 Jahre keinen Job mehr bekomme. Es half nichts, das Gespräch erschien ungeachtet seines Protests.

Trump, der Unkonzentrierte

Hin und wieder sät Trumps Verhalten Zweifel an seiner Konzentrationsfähigkeit. Auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida wurde er jetzt von einer Reporterin auf den Anschlag in Berlin angesprochen: "Ihr Kommentar, dass die Attacke ein Angriff auf Christen war…" Weiter kam sie nicht, weil Trump sie mit den Worten unterbrach: "Wer hat das gesagt?" "Sie haben das gesagt", erwiderte die Journalistin. Trump bedeutete ihr daraufhin, fortzufahren.

Trumps Nachfrage im Video: 

nik

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