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Davos: Thunberg: "Unser Haus brennt noch immer"

Das Weltwirtschaftsforum in Davos dreht sich auch um den Klimawandel und einen nachhaltigen Kapitalismus. Erster Höhepunkt war die Rede von US-Präsident Donald Trump und danach sprach Greta Thunberg - alles im Liveblog. 

Greta Thunberg liest Managern und Politikerin in Davos die Leviten

Greta Thunberg liest Managern und Politikerin in Davos die Leviten

DPA

US-Präsident Donald Trump ist kurz vor dem Auftakt des Weltwirtschaftsforums (WEF) in der Schweiz eingetroffen. Seine Maschine landete am Dienstagmorgen am Flughafen von Zürich. Von dort flog der US-Präsident bei bestem Wetter per Hubschrauber in das etwa 150 Kilometer entfernte Alpendorf Davos weiter. Per Fahrzeugkolonne ging es von dort zunächst ins Hotel. Vor Managern und Politikern hält er ab 11.30 Uhr beim 50. Weltwirtschaftsforum eine Rede. Auch Greta Thunberg ist in Davos eingetroffen. Die junge Schwedin hat am Dienstag ebenfalls zwei Auftritte. Am Vormittag nimmt sie an einer Podiums-Diskussion teil, etwa um 13.00 Uhr hält sie eine Rede vor Managern und Spitzenpolitikern.

Wenn Sie unten auf den Play-Button klicken, können Sie die Trump-Rede mit Originalton sehen und hören:

mit DPA und AFP

Die Ereignisse in Davos live

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Trump hat natürlich noch zu tun in dem schönen Schweizer Skiort. Derzeit spricht er hinter verschlossenen Türen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Laut "Neuer Zürcher Zeitung" will sich der US-Präsident um ein umfassendes Handelsabkommen mit der EU bemühen. Demnach soll er vor dem Treffen noch gesagt haben: Von der Leyen sei eine sehr "harte Verhandlungsführerin".

  • Tim Schulze
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    China ist in Person des Vizeministerpräsidenten Han Zheng in Davos vertreten.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Chinas Vizeministerpräsident Han Zheng macht es wie Trump: Seine Rede strotzt vor schön klingenden Aussagen. Aber selbstverständlich darf auch eine versteckte Kritik an der Wirtschaftspolitik des US-Präsidenten nicht fehlen: "Unilaterale und protektionistische Praktiken, die gegen den weltweiten Trend laufen, führen nirgendwo hin". Gleichzeitig versprach er mehr Marktzugang für ausländische Unternehmen: "China wird sich der Welt weiter öffnen."

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Hier ein kleiner Eindruck von Thunbergs erstem Auftritt am Vormittag, wo sie an einer Podiumsdiskussion teilnahm.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Weiter sagte Thunberg, es bringe nichts, auf Technologien zu vertrauen, die heutzutage noch gar nicht existierten. Die junge Generation wolle auch nicht, dass weiter über CO2-Neutralität geredet und dabei in Wirklichkeit bei den tatsächlichen Werten getrickst werde. "Lasst uns das deutlich machen: Wir müssen die Emissionen nicht verringern. Unsere Emissionen müssen gestoppt werden." Dazu müssten unter anderem sofort alle Investitionen in die Gewinnung fossiler Brennstoffe gestoppt werden. "Wir wollen nicht, dass diese Dinge bis 2050, 2030 oder selbst 2021 erledigt werden. Wir wollen, dass das jetzt geschieht."

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Nun hat Greta Thunberg ihre Rede gehalten - und sie hat nicht mit Kritik an den anwesenden Spitzenpolitikern und Topmanagern gespart. "Leere Worte und Versprechen" sollten den Eindruck erwecken, dass etwas für das Klima getan werde, sie brächten aber nichts gegen die Klimakrise, sagte die 17 Jahre alte Schwedin am Dienstag auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. "Unser Haus brennt noch immer. Eure Untätigkeit heizt die Flammen stündlich an", sagte sie. "Wir sagen euch immer noch, dass ihr in Panik geraten und so handeln sollt, als ob ihr eure Kinder über alles liebt."

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Nachdem Thunberg Trumps Rede gehört hat, ist sie selbst an der Reihe. Bei einer Podiumsdiskussion spricht sie vor Topmanagern und Spitzenpolitikerin.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Auch Greta Thunberg hat der Rede Trumps in Davos gelauscht. Wahrscheinlich denkt sie ähnlich wie Habeck über die Worte des US-Präsidenten.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Grünen-Chef Robert Habeck ist auch in Davos und hat sich zu Trumps Rede folgendermaßen geäußert:

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Trumps hat in seiner Rede mit vielen Zahlen und Fakten um sich geworfen, zum Beispiel das er sieben Millionen neue Jobs geschaffen habe, die Investitionen höher als jemals zuvor seien und sogar die Kinderbetreung billiger sei - Zeit für Faktenchecker, all die Daten mal zu überprüfen. Ist ja nicht so, dass Trump dafür bekannt wäre, immer präzise die Wahrheit zu sagen

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Während Trump seine Rede in Davos beendet hat, marschieren die Klimademonstranten weiter, um ihren Protest vor der Weltelite vorzutragen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    So kann man Trumps Rede bewerten.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Trump hat in seiner Rede nicht ein Wort zum Thema Klima verloren und vor allem seine Präsidentschaft für die wirtschaftliche Entwicklung der USA gelobt. Seine Botschaft: Seht optimistisch in die Zukunft, alles wird toll.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Handshake zwischen Schwab und Trump. Trump winkt noch kurz ins Publikum. Der Applaus fällt verhalten aus. Dann ist Trump weg.

  • Thomas Krause
    • Thomas Krause

    Klaus Schwab dankt Trump für seine Rede und lobt, was er erreicht hat.