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US-Regierung: Ex-Bush-Berater glaubt an Präsidentenabgang in diesem Jahr - allerdings nur in Trump-Manier

Der ehemalige Bush-Berater Alan J. Steinberg schrieb einen Kommentar über Donald Trump. Er hält es für wahrscheinlich, dass der Präsident sein Amt 2019 abgibt. An ein Impeachment-Verfahren glaubt er aber nicht.

US-Präsident Donald Trump

Ist es möglich, dass Trump dieses Jahr sein Amt verlässt?

AFP

Alan J. Steinberg, früher für US-Präsident George W. Bush als Berater tätig, hat für "The Star-Ledger" einen Kommentar zum aktuellen Amtsinhaber Donald Trump verfasst. Steinberg hält es demnach für möglich, dass Trump noch in diesem Jahr sein Amt aufgibt – im Gegenzug für Immunität.

"Trump wird nicht einfach durch den verfassungsrechtlichen Amtsenthebungsprozess aus dem Büro geschmissen", schreibt Steinberg, "stattdessen wird der selbsternannte, oberste Dealmaker seine Präsidentschaft in 2019 als Verhandlungsgegenstand gegen die Bundes- und Landesbehörden einsetzen und sich dazu verpflichten, sein Amt zu verlassen - wenn im Austausch keine Strafanzeige gegen ihn, seine Familie und die Trump Organization erhoben wird."

Die Senatoren werden sich nicht gegen Trump stellen

Steinberg merkte an, dass, falls das Repräsentantenhaus Trump anklagen würde, 20 republikanische Senatoren mit dem Präsidenten brechen müssten, um ihn aus dem Amt zu entlassen - und das scheine sehr unwahrscheinlich. Weiter schreibt er, dass die vielen rechtlichen Herausforderungen, denen Trump in den  letzten Monaten gegenüberstand - die Untersuchung des Sonderermittlers Robert Mueller, die Russland-Connection oder Schweigegeldzahlungen an diverse Frauen - ihn dazu bringen werden, das Weiße Haus zu verlassen. Vor allem, da sich die Behörden nun auch seiner Familie nähern.

Für "The Star-Ledger" schreibt Alan J. Steinberg außerdem: "Abgesehen von allen legalen Albträumen, denen Trump und seine Präsidentschaft gegenüberstehen, scheint es praktisch unmöglich, dass Trump im Jahr 2020 wiedergewählt wird. Die Wirtschaft scheint auf eine schwere Rezession zuzusteuern, wie der jüngste Kursrückgang an der Börse zeigt. Es ist der schlimmste Dezember seit der Weltwirtschaftskrise. Es sind nur noch zwei Jahre, in denen Trump Präsident ist. Angesichts seiner Zustimmung in einen miserablen Zustand und der bevorstehenden Rezession, die es Trump beinahe unmöglich macht, sich politisch zu erholen, scheint es höchstwahrscheinlich, dass er die Fortführung seiner Präsidentschaft als Druckmittel verwenden wird."

pawlo