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Rede zur Lage der Nation: Alles muss man selber machen: Donald Trump applaudiert sich selbst

Während Donald Trump seine Rede zur Lage der Nation hält, fallen die Demokraten durch schwarze Kleidung und demonstratives Schweigen auf. Für den Präsidenten kein Problem: Er beklatscht sich einfach selbst.

Kein Applaus von den Demokraten - Donald Trump ist meiner seiner Rede trotzdem sichtlich zufrieden

Kein Applaus von den Demokraten - Donald Trump ist meiner seiner Rede trotzdem sichtlich zufrieden

Der eine hält die drittlängste "State of the Union"-Rede aller Zeiten, die anderen protestieren still: Während Donald Trumps Ansprache zur Lage der Nation haben zahlreiche Demokraten mehr leise als laut zum Ausdruck gebracht, dass sie mit der Politik des US-Präsidenten nicht einverstanden sind.

Wie der, Trump sehr zugeneigte, Sender "Fox News" berichtet, hätten die Demokraten ihren Widerstand gegen Trump "auf ein neues Level gehoben". Sie hätten weder applaudiert, wenn Trump von sinkenden Arbeitslosenzahlen sprach, noch hätten sie sich aus Respekt erhoben, heißt es in dem Bericht. Oder wie "Fox News" es ausdrückt: Die Opposition "saß regelrecht auf ihren Händen". 

Donald Trump Jr. vermutet Gruppenzwang

"Es war erstaunlich, das anzusehen", sagte dann auch Donald Trump Jr., der Sohn des Präsidenten, dem Sender. Es habe so ausgesehen, als wollten die Demokraten eigentlich aufstehen, doch am Ende fühlten sie sich wohl gezwungen, seinem Vater auf diese Art und Weise zu widersprechen, so Trumps ältester Sohn. Für den Vater kein Problem: Wie Aufnahmen belegen, beklatschte sich der Präsident - höchst unüblich - an manchen Passagen seiner Rede einfach selbst. 

Demokratische Frauen tragen Schwarz

Doch damit nicht genug des Protests: Zahlreiche Frauen der demokratischen Partei kleideten sich anlässlich der Rede ganz in Schwarz. Damit solidarisierten sie sich am mit Opfern sexueller Übergriffe und nahmen Bezug auf die Bewegungen #MeToo und #TimesUp.

Die globale #MeToo-Kampagne diskutiert seit Monaten über sexuelle Übergriffe. Gegen zahlreiche Prominente gibt es Vorwürfe. Auch Trump wird von mehreren Frauen beschuldigt, sie sexuell belästigt zu haben. Der Präsident bestreitet dies. Die Initiative "Time's Up" (Die Zeit ist um) will der Belästigung von Frauen in der Filmindustrie und im amerikanischen Berufsalltag insgesamt ein Ende bereiten. Ihr gehören mehr als 300 Hollywood-Künstlerinnen an.

pg / DPA
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