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"Er ist kein Kriegsheld" Donald Trump verhöhnt John McCain


Für Donald Trump war es wohl mal wieder Zeit für eine verbale Entgleisung. Der Immobilienmogul hat über Senator John McCain hergezogen. Ob ihm das bei der Bewerbung um die US-Präsidentschaftskandidatur hilft?

Der US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat mit neuen verbalen Entgleisungen von sich Reden gemacht. Der 69-jährige Immobilien-Milliardär ließ sich über die Veteranenvergangenheit des republikanischen Senators John McCain aus. McCain, ein hoch dekorierter Flieger, war während des Vietnam-Kriegs in Gefangenschaft geraten und gefoltert worden. Für ihn sei McCain "kein Held", sagte Trump bei einer Versammlung Konservativer im Bundesstaat Iowa. "Er ist ein Kriegsheld, weil er gefangen wurde. Ich mag Leute, die nicht gefangen wurden, okay?", sagte Trump. 

Trump, der selbst nie in den US-Streitkräften diente, legte noch eins drauf, indem er erklärte, dass McCain als Schlechtester in seiner Klasse an der Marineakademie abgeschnitten habe. McCain reagierte nicht auf die Äußerungen, aber seine Tochter Meghan: Sie sei "entsetzt" und empört" gewesen, als sie es am Morgen gelesen habe, schrieb sie bei Twitter. 

"Trump hat sich selbst abgeschossen"

Auch bei den Republikanern löste Trump Verärgerung aus. Der Präsidentschaftskandidat von 2012, Mitt Romney, twitterte: Der Unterschied zwischen McCain und Trump sei: "Trump hat sich selbst abgeschossen". McCains Flugzeug war im Vietnam-Krieg abgeschossen worden. Der Gouverneur von Wisconsin, Scott Walker, schrieb, er "werde jeden Angriff auf seinen (McCains) Armeedienst und gegen jeden, der Uniform trägt, anprangern". John McCain sei "ein amerikanischer Held".

Der Republikaner Trump war bereits kurz nach der Bekanntgabe seiner Präsidentschaftsbewerbung Mitte Juni mit abfälligen Äußerungen über Mexikaner aufgefallen. "Sie haben viele Probleme. Sie bringen Drogen mit. Sie bringen Verbrechen mit." Während sich nach der Mexikaner-Kritik viele seiner republikanischen Mitbewerber um die Präsidentschaftskandidatur mit Blick auf mögliche gleichgesinnte Wähler bedeckt hielten, brach diesmal ein Sturm der Entrüstung aus. Mehrere forderten der "Washington Post" zufolge von Trump eine Entschuldigung.

kgi AFP DPA

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