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Tag nach Kapitolsturm Trump bei Proben zu Rede an die Nation: "Ich will nicht sagen, dass die Wahl gelaufen ist"

Donald Trump Rede 7. Januar 2021
Donald Trump bei der Aufzeichnung seiner Rede am 7. Januar 2021.
© Screenshot/Youtube/PBS / stern-online
Einen Tag nach der Erstürmung des US-Kapitols wandte sich Donald Trump an die Nation. Im Skript stand dabei vor allem ein Satz, mit dem er sich nicht anfreunden konnte. 

Rund 24 Stunden, nachdem ein wildgewordener Mob das Kapitolgebäude gestürmt hatte, wobei Dutzende verletzt und fünf Menschen getötet wurden, wollte der damalige US-Präsident Donald Trump eine Rede an die Nation aufzeichnen. Nun wurden vor dem Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses Auszüge der Aufzeichnung gezeigt, die aus der fertigen Fassung herausgeschnitten wurden. Zu sehen ist ein Staatschef, der seine Worte vom Teleprompter abliest, und dabei immer wieder neu ansetzt und die Rede korrigiert.

Donald Trump: "An die diejenigen, die das Gesetz gebrochen haben"

Das Video macht deutlich, dass sich Trump auch nach dem Tag noch weigert, das Wahlergebnis zu akzeptieren und von einem "Ende der Wahl" zu sprechen. "Ich will nicht sagen, dass die Wahl vorbei ist", sagt er – obwohl dies im Rede-Entwurf stand. Daraufhin hilft ihm seine Tochter Ivanka dabei, eine Version zu finden, mit der er leben kann. Dass der Kongress das Ergebnis beglaubigt hat, könne er sagen, so Donald Trump. Aber nicht, dass die Wahl gelaufen sei.

Lesen Sie hier, was der US-Präsident in den nun gezeigten Ausschnitten vom 7. Januar 2021 sagte:

"Ich möchte mit den abscheulichen Attacken von gestern beginnen…"

"An die diejenigen, die das Gesetz gebrochen haben: Ihr werdet dafür zahlen. Ihr repräsentiert nicht unsere Bewegung und ihr repräsentiert nicht unter Land."

"… aber nun ist Wahl vorbei, der Kongress hat das Ergebnis beglaubigt. Ich will nicht sagen, dass die Wahl gelaufen ist. Ich möchte nur sagen, dass der Kongress das Ergebnis beglaubigt hat, ohne, dass die Wahl vorbei ist."

...

"Mein einziges Ziel war es, die Integrität der Wahlen zu gewährleisten"

Quelle: PBS, CNN, "Washington Post"

nik

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