Dramatische Haushaltslage Griechenland schröpft Rentner und Beamte


Griechenland macht ernst beim Sparen. Besonders Rentner und Beamte bekommen das zu spüren. Ihnen werden die Bezüge gekürzt. Wo die Hellenen den Gürtel sonst noch enger schnallen müssen.

Griechenland verschärft seinen Sparkurs: Nun nimmt das Land die Rentner und Beamten in die Pflicht. Sie müssen noch härtere Kürzungen ihrer Bezüge verkraften. Das berichten Teilnehmer des Treffens des griechischen Ministerpräsidenten, Giorgos Papandreou, mit den Führungen der Gewerkschafts- und Arbeitgeberverbände des Landes. Papandreou informierte dabei über die neuen harten Sparmaßnahmen, die mit den Experten des IWF und der EU vereinbart wurden.

Das sind die wichtigsten Punkte:

• Der 13. und 14. Monatslohn wird für alle Beamte abgeschafft

• Der 13. und 14. Monatsbezug für Rentner wird gestrichen

• Die Mehrwertsteuer wird von 21 auf möglicherweise 23 Prozent erhöht. Bis Anfang März betrug der Satz noch 19 Prozent

• Indirekte Steuern auf Tabak, Spirituosen und Kraftstoffe sollen zum dritten Mal seit Jahresbeginn erhöht werden

• Im staatlichen Bereich sollen die Gehälter für mindestens drei Jahre eingefroren werden

• Der Einstellungsstopp im Staatsdienst soll für unbestimmte Zeit bestehenbleiben

Noch sind die Maßnahmen nicht offiziell, könnten aber sehr bald bekanntgegeben werden, hieß es im griechischen Finanzministerium. "Es sind harte und bittere Maßnahmen. Sie sind einseitig und ungerecht", sagte Giannis Panagopoulos, der Präsident des Dachverbandes der Gewerkschaften des privaten Bereichs, nach dem Treffen. Papandreou habe gewarnt, die Lage sei "dramatisch", Griechenland stehe am Abgrund, wie andere Teilnehmer des Treffens berichteten. Der Regierungschef rief alle Seiten auf, zur Rettung des Landes beizutragen.

DPA DPA

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