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Geisel-Drama: Iraks Justizministerium prüft Freilassung der Frauen

Das irakische Justizministerium überprüft die Haftgründe für zwei ehemalige Mitarbeiterinnen von Biowaffen-Programmen. Beide Frauen befinden sich im US-geführten Gefängnis am Bagdader Flughafen.

Demnach könne Rihab Taha, die bis zur Einstellung dieser Programme Anfang der 90er Jahre an der Entwicklung waffenfähiger Milzbrand-Erreger gearbeitet hatte, demnächst freikommen, schrieb die Tageszeitung "Al-Mashriq" in ihrer Mittwochausgabe.

Im Falle von Huda Ammasch würden die Gründe für eine Aufrechterhaltung der Haft noch überprüft, hieß es in dem Bericht weiter. Ammasch war die Frau mit dem höchsten Rang in Saddams Baath- Partei und früher in der Biowaffen-Forschung tätig. Sie stand, anders als Taha, auf der vom US-Militär erstellten Liste der 55 meistgesuchten ehemaligen Regimegrößen. Ähnliche Überprüfungen des Justizministerium gebe es auch in Hinblick auf andere inhaftierte Regimevertreter, schrieb "Al-Mashriq". Daraus resultierende Freilassungen wurden allerdings bislang nicht bekannt.

Die Terrorgruppe al Tawhid wa al Dschihad des Jordaniers Abu Mussab el Sarkawi, die in der vergangenen Woche zwei Amerikaner und einen Briten entführt hatte, verlangt die Freilassung aller irakischen Frauen aus US-Haft. Inzwischen hat die Gruppe sich zur Enthauptung der beiden Amerikaner bekannt und droht mit der Ermordung des Briten.

DPA

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