HOME

George W. Bush: "Irakkrieg war es absolut wert"

Das militärische Eingreifen der USA im Irak mit weit mehr als tausend Toten allein auf amerikanischer Seite war es nach Ansicht von US-Präsident George W. Bush auch ohne den Fund von Massenvernichtungswaffen "absolut" wert.

Trotz der erfolglosen Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak hält US-Präsident George W. Bush die Invasion des Landes im Jahr 2003 weiterhin für gerechtfertigt. Bush bestätigte am Mittwoch, dass die zweijährige Suche mit bis zu 1500 Spezialisten inzwischen erfolglos abgebrochen wurde und sagte dazu: "Ich dachte, wir finden Massenvernichtungswaffen - so wie viele hier in den USA und viele in der ganzen Welt." Nun gelte es aufzuklären, "was falsch gelaufen ist bei der Informationsbeschaffung."

In dem Fernsehinterview sagte Bush weiter, der irakische Staatschef Saddam Hussein sei gefährlich gewesen und die Welt ohne ihn sicherer geworden. Mit der vermeintlichen Existenz von Massenvernichtungswaffen in den Händen Saddam Husseins hatte Bush den Irak-Krieg begründet.

Demokraten mit Erklärung unzufrieden

Die Demokraten forderten eine Erklärung von Bush. "Nun, da die Suche beendet ist, muss uns Präsident Bush sagen, warum er hinsichtlich der Kriegsbegründung so lange falsch lag", sagte die Führerin der Demokraten im Unterhaus, Nancy Pelosi. Es habe nicht nur keine akute Bedrohung für die USA gegeben. Die Gefahr, die Bush und seine höchsten Regierungsmitarbeiter beschrieben hätten, habe überhaupt nicht bestanden.

Bis zu 1500 Spezialisten der Streitkräfte und der Geheimdienste hatten den Irak nach Massenvernichtungswaffen durchkämmt. Der Leiter der Suchmannschaften, Charles Duelfer, will im kommenden Monat seinen Abschlussbericht vorlegen. McClellan deutete jedoch an, dass Duelfer keine neuen Informationen mitteilen wird.

AP / AP