Guantanamo-Schließung Guantanamo: Kampagne für Schließung


Ein früherer US-Abgeordneter hat eine Anzeigenkampagne zur Schließung des Internierungslagers Guantanamo gestartet. Tom Andrews aus Maine will mit seiner Organisation «Close Gitmo Now» Druck auf diejenigen Kongressmitglieder ausüben, die der von Präsident Barack Obama geplanten Schließung Steine in den Weg legen.

Ein früherer US-Abgeordneter hat eine Anzeigenkampagne zur Schließung des Internierungslagers Guantanamo gestartet. Tom Andrews aus Maine will mit seiner Organisation «Close Gitmo Now» Druck auf diejenigen Kongressmitglieder ausüben, die der von Präsident Barack Obama geplanten Schließung Steine in den Weg legen. Die Anzeigen sollen vor allem in den Wahlkreisen der betreffenden Politiker geschaltet werden. Mit einem Budget von 100.000 Dollar hat Andrews bereits erste Sendeminuten auf US-Kabelkanälen für seine Botschaft gekauft. Es gehe darum, die verfehlte Politik der Vorgängerregierung unter George W. Bush und Dick Cheney zu beenden, sagte Andrews am Dienstag bei der Vorstellung seines Projekts. Den Befürwortern des Internierungslagers warf er Angstmacherei vor. Das Lager war nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 eingerichtet worden, um mutmaßliche Topterroristen der Al Kaida oder der Taliban gefangen zu halten. Die rechtsstaatlich höchst zweifelhafte Inhaftierung der sogenannten ausländischen Kombattanten wurde international heftig kritisiert. Obama wollte das Lager auf Kuba, in dem derzeit noch etwa 200 Häftlinge festgehalten werden, ursprünglich bis Januar 2010 schließen. Allerdings ist dieser Zeitplan aufgrund logistischer Probleme und des Widerstands der oppositionellen Republikaner im Kongress ins Wanken geraten.

AP AP

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