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Irak: Islamist bestätigt Verletzung al Sarkawis

Mussab al Sarkawi gehört zu den meist gesuchten Terroristen. 25 Millionen Dollar Kopfgeld sind auf ihn ausgesetzt - gefasst wurde er dennoch nicht. Jetzt gibt es eine neue Spur: Ein Islamist bestätigte Berichte, wonach Sarkawi verletzt sei.

Der in London lebende ägyptische Islamist Hani al Sebai glaubt, dass der gesuchte jordanische Terrorist Abu Mussab al Sarkawi tatsächlich bei einem Gefecht im Irak schwer verletzt worden ist. Damit bestätigte er eine entsprechende Erklärung der Terrororganisation Kaida al Dschihad. Diese hatte in einem Internet-Islamistenforum ihre Anhänger aufgefordert, für Sarkawis Genesung zu beten. Die Authentizität der Erklärung konnte bislang nicht bestätigt werden. Doch al Sebai sagte jetzt gegenüber der arabischen Zeitung "Al Sharq Al Awsat", dass der Internetaufruf authentisch sei: "Dies ist ein Nachruf, und wer zwischen den Zeilen liest, versteht, dass er entweder sehr schwer verletzt wurde oder sogar auf dem Schlachtfeld gestorben ist", sagte al Sebai.

Terroristen fordern zu stärkeren Angriffen auf

Wann und wo al Sarkawi angeblich verletzt wurde, ging aus der Erklärung allerdings nicht hervor. Darin hieß es nur: "Lasst die Nahen und Fernen wissen, dass die Verletzung unseres Führers eine Ehre ist und ein Grund, die Feinde Gottes einzukesseln, und ein Grund, die Angriffe auf sie zu verstärken". Anschließend gingen in mehreren Islamistenforen Genesungswünsche von Extremisten für den Mann ein.

Sarkawi gehört zu den meistgesuchten Terroristen. Der Jordanier gilt als Anführer eines Terrornetzes im Irak, das zahlreiche blutige Anschläge und Geiselmorde verübt hat. Sarkwi hatte sich zu zahlreichen Angriffen auf irakische Zivilpersonen und Sicherheitskräfte, zu Entführungen und Enthauptungen von Ausländern bekannt. Für seine Ergreifung hat die USA ein Kopfgeld von 25 Millionen US-Dollar ausgesetzt. Bislang war es jedoch nicht gelungen den Extremisten zu verhaften. Auf der Suche nach dem Terroristen hatten Mitte Mai US-Soldaten ein Krankenhaus im westirakischen Ramadi gestürmt. Zuvor hatten Gerüchte die Runde gemacht, wonach sich der verwundete Terrorist angeblich dort hatte behandeln lassen.

AP/DPA / AP / DPA
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